Volleyball-Regionalliga, Damen: TTV DettingenTV Villingen 0:3 (17:25, 23:25, 15:25). Auch im dritten Auswärtsspiel in Folge feierten die Villinger Volleyballerinnen einen klaren 3:0-Erfolg und haben nun allerbeste Chancen, die Saison auf Platz zwei abzuschließen. Von den verbleibenden vier Spielen dürfen die Villinger dreimal vor eigenem Publikum antreten.

Für Villingens Trainer Sven Johansson war es in Dettingen „ein Arbeitssieg“ ohne spielerischen Glanz. „Wir sind nie richtig in unseren Rhythmus gekommen. Dettingen war der erwartet starke Gegner, der einen guten Block hatte und auch in der Abwehr gut stand. Da haben wir uns etwas schwer getan. Im zweiten Satz hätte die Partie sogar kippen können. Erst gegen Ende der Begegnung haben wir etwas souveräner aufgetrumpft“, resümiert Johansson den Spielverlauf.

Libera Sonja Kühne, Michelle Feuerstein, Nikola Strack, Nina Schuhmacher, Jule Gaisser, Maria Kühne und Pauline Kemper, die sich mit starken Trainingseindrücken einen Platz in der Anfangsformation erkämpft hatte, gingen schnell in Führung. Dettingen schlug jedoch immer wieder zurück. Villingen spielte zwar gute, aber nicht so druckvolle Angaben. „Das lag auch daran, dass die Auslinie von der anderen Seite kaum zu erkennen war. Es fehlten die üblichen Markierungen, so dass wir uns etwas zurückgehalten haben“, erläutert Johansson. Dennoch ließ sein Team im ersten Satz nichts anbrennen und holte sich die Führung.

Nach dem ersten Seitenwechsel wurde die Partie noch ausgeglichener. Dettingen fing am Block viele Angriffe von Villingen ab und punktete seinerseits regelmäßig. Johansson, sonst ein Freund der Rotation, verzichtete auf jegliche personelle Wechsel. Er hofft, dass sein Team wieder den Rhythmus findet. Villingen aber tat sich weiterhin sehr schwer. Es kam etwas Unzufriedenheit auf, was die Spielerinnen in den Auszeiten auch deutlich ansprachen. Die spielerische Linie, die noch zuletzt in Tübingen prägnant war, fehlte diesmal fast komplett. Immerhin schafften es die Schwarzwälderinnen, sich auch den zweiten Satz zu holen.

In der letzten Satzpause wechselte Johansson fast komplett durch. Amelie Nunnenmacher ging in den Mittelblock und die Außenpositionen übernahmen Lisa Grünwald und Martina Sias. Die Veränderungen zahlten sich zunächst mit einer 7:1-Führung aus. Dettingen jedoch reduzierte den Rückstand immer mehr. Erst mit dem Wiedereinsatz von Maria Kühne gewann das Villinger Spiel wieder deutlich an Qualität und so wurde der dritte Satz mit dem deutlichsten Ergebnis des Spiels für Villingen entschieden. „Ich habe die Partie komplett auf Video aufgezeichnet. Wir werden im Training einiges zu besprechen und auszuwerten haben. Die Spielerinnen waren mit der Darbietung selbst nicht zufrieden. Wir können es deutlich besser“, bilanzierte Johansson die Partie.