Volleyball-Regionalliga, Damen: TV Villingen – TTV Dettingen 3:0 (25:19, 25:23, 25:17) Die Villingerinnen haben dank einer nochmaligen Leistungssteigerung den bisherigen Tabellenzweiten deutlich besiegt und sich damit selbst zum ersten Verfolger von Spitzenreiter USC Konstanz aufgeschwungen. Vor rund 280 Zuschauern boten die Villingerinnen eine ihrer bisher besten Saisonleistungen und gerieten nie in Gefahr, auch nur einen Punkt abzugeben.

„Meinen Spielerinnen war anzumerken, dass sie den Sieg unbedingt wollten. Wir haben sehr konzentriert agiert und unsere athletischen Vorteile ausgespielt. Der Spielverlauf erlaubte es mir, alle Angreifer einzusetzen und taktisch einiges auszuprobieren. Das war eine äußerst gelungene Vorstellung“, sagte Villingens Trainer Sven Johansson. Gästetrainer Roland Hunger musste die klare Überlegenheit der Gastgeberinnen anerkennen. „Villingen hat nur wenig Fehler gemacht und verdient gewonnen. Wir haben es nie geschafft, unseren Spielrhythmus zu finden und sind auch nie richtig in das Spiel gekommen. Das war nicht die Leistung, die wir bisher schon gezeigt haben.“

Johansson verzichtete bei der Startaufstellung auf jegliche Experimente. Michelle Feuerstein, Martina Sias, Nina Schuhmacher, Maria Kühne, Jule Gaisser, Nikola Strack und Libera Sonja Kühne, die gleich bei den ersten fünf, sechs Ballwechseln großartige Abwehrarbeit leistete, gingen schnell in Führung (5:2). Dieser Vorsprung wurde mit guten Aktionen in Angriff und Abwehr auf 16:11 und 20:14 ausgebaut. Da auch die Angaben sehr druckvoll und präzise kamen, lief das Villinger Spiel rund wie ein Uhrwerk. Johansson brachte frühzeitig Pauline Kemper und griff später auch immer öfters zum Doppelwechsel mit dem Einsatz der Teenager Marie Uhing und Lisa Grünwald. Schließlich war es Sias mit einem Angriff an den gegnerischen Block, die nach 25 Minuten für die 1:0-Führung sorgte.

Deutlich umkämpfter war Satz zwei mit der besten Phase der Gäste. Wieder waren es gute Angaben, darunter auch Asse von Gaisser, Sias und Schuhmacher, die zur 15:10-Führung führten. Dettingen kämpfte sich zum 17:17 wieder heran und die Zuschauer sahen nun einige umkämpfte und lange Ballwechsel mit großartigen Abwehraktionen auf beiden Seiten. So ging es bis zum 22:22 weiter, bevor die Gäste mit einer Angabe ins Aus Villingen die 2:0-Satzführung schenkten.

Nach dem letzten Seitenwechsel zog Villingen leistungsmäßig noch mal an. Das Team setzte sich vom 4:3 über das 12:5 zum 20:11 ab. Kleinere Leichtsinnsfehler ließen die Gäste nochmals herankommen, doch es war lediglich Ergebniskosmetik. Nun bekam auch Amelie Nunnenmacher eine Einsatzchance, ebenso wie die Youngster Uhing/Grünwald. Als Dettingen den Rückstand auf fünf Punkte reduziert hatte, wechselte Johansson wieder die Anfangsformation ein, die den Satz und das Spiel schnell für sich entschied. Den Matchball, eine Angabe von Schuhmacher, brachten die Gäste nicht unter Kontrolle.

Stimmen zum Spiel

Nikola Strack: „Wir haben ein super Spiel gezeigt, etwa auf dem Niveau der Spitzenpartie gegen Konstanz. Es hat sich gezeigt, dass wir mit den Angaben viel Druck erzeugt haben. Genau das hatten wir intensiv trainiert. In der Liga kann nahezu jeder jeden schlagen. Wir wollen nun in den zwei Auswärtspartien nachlegen. Mit dieser Leistung ist das machbar.“

Pauline Kempter: „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, wobei unser bestes Spiel war es nicht. Ich hoffe, unser bestes Spiel kommt noch. Es zeigt sich, dass wir gut eingespielt sind und auch durch die Wechsel keine Qualität verlieren. Die Abstimmung in der Mannschaft passt immer besser. Ich habe mich gut integriert.“

Michelle Feuerstein: „Ein 3:0-Erfolg gegen den Tabellenzweiten war so nicht zu erwarten. Es lief richtig gut. Verantwortlich dafür war eine super Mannschaftsleistung. In dem Spiel hat in allen Bereichen sehr viel sehr gut geklappt. Es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen. Wir können uns noch steigern. Es geht noch besser, so in der Vermeidung von eigenen Fehlern.“