Handball, Landesliga-Süd: SG Maulburg/Steinen – TV St.Georgen 31:32 (16:13). (sle) Es war der erwartet schwere Gang für die Bergstädter bei der SG Maulburg/Steinen. Nach knapp zweistündiger Anfahrt an die Schweizer Grenze galt es sich auf das Spiel zu fokussieren. Coach Patrik Papke warnte bereits in der Trainingswoche vor dem Gegner und mahnte seine Männer, die SG nicht zu unterschätzen und sich bei einem Rückstand nicht beunruhigen zu lassen.

Zunächst legten die Gastgeber vor und St. Georgen zog nach. Nach gut acht Minuten gelang Jan Linhard mit seinem Treffer die erste Führung für die Bergstädter. Jannik Eichin traf Jan Holzmann im Tempogegenstoß und sah dafür die Rote Karte. Der Kapitän vollendete den Angriff dennoch und traf artistisch ins Maulburger Tor. Im Anschluss ging die SG wieder in Führung. Mitte der ersten Hälfte kam dann Niklas Holzmann nach fast einem Jahr Verletzungspause zu seinem Comeback und setzte direkt Akzente. Mario Müller glich zum 13:13 aus. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Tobias Hänse zu spät und musste den weiteren Spielverlauf ebenfalls von der Tribüne verfolgen. In Unterzahl leisteten sich die Jungs vom Roßberg leichtfertige Ballverluste, die die Gegner in einfache Tore ummünzen konnten. So ging es mit 16:13 für die SG Maulburg/Steinen in die Pause.

„Wir haben im ersten Durchgang viele Torchancen liegen gelassen. Dennoch standen wir auch defensiv nicht gut. Immer wieder wurden wir hinterlaufen oder es tauchten Einläufer frei am Kreis auf. Wir wussten das, bekamen es aber nicht in den Griff. Der Spielstand hat uns nicht beunruhigt, war aber ein Warnzeichen, dass wir uns in Halbzeit zwei deutlich steigern müssen“, sagte Trainer Matthias Flaig.

Doch auch in Durchgang zwei änderte sich das bekannte Bild wenig. Gefühlt benötigten die Bergstädter drei Torchancen für einen Torerfolg. Die SG spielte, angefeuert von einer lautstarken Heimkulisse, konsequent ihr Repertoire herunter. In der 41. Spielminute lag St. Georgen 20:25 zurück. Es schien als würde der Favorit in der harzfreien Halle wirklich stolpern. Jakob Tiedtke streckte nun Peter Assfalg mit einem Schlag ins Gesicht nieder und sah ebenfalls die Rote Karte. Der TVS kämpfte sich zurück in die Partie.

Niklas Holzmann traf zum 25:21 und anschließend übernahm sein Bruder die Verantwortung. Der Kapitän, Jan Holzmann sorgte mit drei Toren in Serie dafür, dass die Bergstädter zurück in die Partie kamen. Die Defensive arbeitete nun besser und der SG gingen die Kräfte aus. Theo Assfalg traf vier Minuten vor Spielende zur 30:29 Führung und Jan Holzmann machte mit dem 31:29 fast schon den Deckel drauf. Doch erneut kam der Gastgeber zum 31:31 Ausgleich. St. Georgen machte jedoch nochmals Druck. Theo Assfalg sah den freistehenden Lukas Holzmann, der nur durch ein Foul zu bremsen war. Beim Strafwurf bewies der gefoulte Spieler Nervenstärke vom Punkt und traf zum 31:32 Endstand.

Es war eine Partie auf schwachem Niveau, geprägt von vielen Fehlwürfen. Dass sich der TVS gegen den Aufsteiger so schwer tat, lässt sich nicht alleine auf das Harzverbot reduzieren. Vor allem in der Defensive offenbarte der TVS große Mängel und leistete sich viele individuelle Fehler. Mit den zwei Punkten rückt St. Georgen bis auf einen Zähler an die Tabellenspitze heran.

Tore für St. Georgen: Linhard, Müller, N. Holzmann, Schmid (je 3), Laabs, P. Assfalg (je 1), T. Assfalg 4, L. Holzmann (6/4), J. Holzmann 8