Eishockey: Stressige Tage stehen den Wild Wings bevor. Drei Spiele in fünf Tagen warten auf die Schwenninger. Am Mittwoch (19.30 Uhr) empfangen die Schwäne in der Helios-Arena den DEL-Spitzenreiter EHC RB München. Am Freitag geht es zum aktuellen Tabellenzweiten, Straubing Tigers (19.30 Uhr). Wiederum zwei Tage später haben die Schwenninger erneut Heimrecht. Am Sonntag gastieren um 19 Uhr die Nürnberg Ice Tigers in der Neckarstadt.

Am Mittwochabend wird in der Helios-Arena eine Siegesserie definitiv zu Ende gehen. Chefcoach Paul Thompson spielte mit den Wild Wings dreimal gegen München und triumphierte in allen drei Partien. Die Gäste wiederum gewannen in der jungen DEL-Saison bislang alles, was es zu gewinnen gab. In sechs Spielen feierten die Roten Bullen sechs Siege – allesamt in der regulären Spielzeit. Paul Thompson wünscht sich natürlich, dass seine Serie weitergeht. Der 51-Jährige weiß aber auch, „dass wir vor einer großen Herausforderung stehen. Die nächsten drei Spiele werden zeigen, wo wir wirklich stehen, vor allem die Partie gegen München“.

Mit Blick auf das happige Programm in den nächsten Tagen bekommt Torhüter Dustin Strahlmeier eine Verschnaufpause. Sein Backup Ilya Sharipov wird gegen München zwischen den Pfosten stehen. „Ilya hat in der Vorbereitung klasse gespielt“, betont Thompson. Dagegen werden Daniel Pfaffengut und Julian Kornelli am Mittwochabend beim Kooperationspartner Ravensburg (Heimspiel gegen Freiburg) eingesetzt. „Das war eine harte Entscheidung. Aber unsere vierte Angriffsreihe hat zuletzt starke Leistungen gezeigt“, erläutert Thompson, warum Kai Herpich, Cedric Schiemenz und Maximilian Hadraschek weiterhin den vierten Schwenninger Offensivblock bilden.

Im Duell gegen den Spitzenreiter soll wiederum das zuletzt überragende Powerplay ein Erfolgsfaktor der Wild Wings sein. „Wir haben Powerplay seit Anfang August Tag für Tag trainiert“, nennt Thompson den Hauptgrund, warum das Überzahlspiel derzeit die größte Stärke der Wild Wings ist.

Für Marcel Kurth ist auch ein Faktor „dass wir einfach einfaches Powerplay“ spielen. Zudem habe die Mannschaft aktuell einen Spieler, „der alles trifft, was er auf den Schläger bekommt“, meint Kurth mit Anspielung auf den siebenfachen Torschützen Jamie MacQueen. Genauso wichtig wie das Powerplay sei gegen München aber auch das Stellungsspiel: „Gegen große Teams ist man immer noch einen Ticken motivierter, um ihnen ein Bein zu stellen. Allerdings werden wir in der Defensive mehr machen müssen“, ist Kurth überzeugt.

Die Wild Wings erwarten gegen München rund 4500 Zuschauer. Studenten, Schüler und Auszubildende erhalten gegen den Spitzenreiter ein Stehplatzticket für zehn Euro.

Mit dem Gastspiel am Freitag in Straubing endet auch der erste Block, den das Schwenninger Trainerteam vor Saisonbeginn ausgegeben hat. Für jeden der sieben Spiele umfassenden Blöcke lautet das Minimalziel: 10 Punkte. Aktuell stehen die Wild Wings bei sieben Zählern. Noch sind die Schwenninger also nicht im Soll.