Fußball-Oberliga: Das war ein teuer erkaufter Sieg für den FC 08 Villingen. Der 3:1-Erfolg beim SV Linx wurde getrübt durch die schwere Verletzung von Valentin Vochatzer, der längerfristig auszufallen droht.

Valentin Vochatzer: Ohne Fremdeinwirkung verletzte sich Valentin Vochatzer im Spiel des FC 08 Villingen in Linx schwer. Der 24-jährige Innenverteidiger blieb im Rasen hängen und knickte um. „Das Krachen im Knie war bis auf die Auswechselbank von uns zu vernehmen. Ich hatte gleich ein schlechtes Gefühl und wusste, das wird eine schwere Verletzung sein“, schilderte Nullacht-Sportvorstand Arash Yahyaijan den Vorfall. Vochatzer wurde sofort zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Diagnose steht aber noch aus. „Das MRT, das Aufschluss über die Verletzung geben wird, steht erst noch bevor. Somit ist die Verletzung noch nicht genau zu diagnostizieren. Ich hoffe, dass sich die erste Vermutung des Arztes im Krankenhaus, dass das Kreuzband nichts abbekommen haben soll, bestätigt. Aber ich persönlich habe kein gutes Gefühl“, geht Yahyaihan von einer schweren Verletzung des Innenverteidigers aus.

Debüt: In der 70. Spielminute kam der erst am vergangenen Freitag verpflichtete Patrick Peters (zuletzt beim Verbandsligisten FC Radolfzell) zu seinem ersten Einsatz für den FC 08 Villingen, als er für Keven Feger ins Spiel kam. „Er hat sich gleich gut zurecht gefunden, gab gleich Kommandos und zeigte sofort, dass wir hier einen routinierten Spieler verpflichtet haben, der uns sofort weiterhelfen kann“, lobte Arash Yahyaijan den Neuzugang. Auffällig war der Auftritt von Patrick Peters auf jeden Fall, denn er lief mit einem Kopfschutz auf, den er bei Spielen schon lange trägt. Ganz nach Vorbild von Weltklassetorhüter Petr Czech (FC Arsenal), der diesen schützenden Kopfschutz „salonfähig“ gemacht hat. In Anbetracht der wahrscheinlich schweren Verletzung von Vochatzer daher ein doppelt sinnvoller Neuzugang für die Nullachter.

Verletzungen: Für Nullacht-Trainer Jago Maric sind die vielen, schweren Verletzungen innerhalb seines Kaders nur schwer nachzuvollziehen. „Was wir in den letzten Jahren alles einstecken mussten, ist schwer zu erklären“, sagt Maric und erinnert an die Kreuzbandrisse von Damian Kaminski, Stjepan Geng oder Nico Tadic in jüngster Vergangenheit. „Dass es unsere Spieler immer gleich schwer erwischt, ist schon brutal“, so der Villinger Coach.

Neuzugänge: Eigentlich wollte Sportvorstand Arash Yahyaijan noch einen Stürmer verpflichten, aber daraus wird nichts. „Wir waren in guten Gesprächen mit einem Spieler eines Regionalligisten. Aber der Verein wollte den Spieler doch nicht abgeben. So werden wir keinen Neuzugang mehr verpflichten, sondern mit dem derzeitigen Kader auskommen müssen“, sagte Arash Yahyaijan am Montagnachmittag.

Ausblick: Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert die Neckarsulmer Sport-Union in der Villinger MS-Technologie-Arena. Die bis dahin gut gestarteten Neckarsulmer (sieben Punkte aus vier Spielen) mussten am vergangenen Samstag eine überraschend deutliche 0:3-Heimniederlage gegen den TSV Ilshofen einstecken. In der Tabelle rangiert Neckarsulm mit sieben Zählern fünf Plätze und zwei Zähler vor dem FC 08 Villingen. Maric: „Wir wollen nach dem Sieg in Linx zuhause gegen Neckarsulm nachlegen, aber auch dies wird ein schwieriges Spiel. Die letzten Ergebnisse zeigen, dass in dieser Liga fast jeder gegen jeden gewinnen kann. So müssen wir auch gegen Neckarsulm alles abrufen, wollen wir den ersten Heimsieg in dieser Saison schaffen.“