Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Zehn Spiele, zehn Siege. Bei der SG Buchenberg baute der SV Rietheim mit einem 3:1-Erfolg seinen Startrekord aus und hat nun bereits acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Fischbach. „Wir tun gut daran, auf dem Boden zu bleiben. Ansonsten kann der Schuss auch schnell nach hinten losgehen. Sobald wir einige Prozentpunkte nachlassen, wird es auch für uns schwierig“, analysiert Trainer Markus Knackmuß. Rietheim hat mit 35 Treffern und erst sieben Gegentoren sowohl die beste Offensive als auch die stärkste Defensive der Liga. Nun darf die Elf zehn Tage lang durchatmen, denn die nächste Partie findet erst am 30. Oktober statt. „Wir werden dies nutzen, um weitere Schwachstellen abzustellen.“, ergänzt Knackmuß.

Das Duell der beiden Bezirksliga-Absteiger FC Weilersbach gegen Fischbach endete mit einem 1:1-Unentschieden. „Da wir personell angeschlagen in das Spiel gehen mussten, würde ich von einem Punktgewinn sprechen. Unsere Mannschaft hat bis zum Abpfiff um diesen Zähler gekämpft“, sagt Weilersbachs Trainer Nunzio Pastore. Nach zehn Spielen steht seine Elf im Tabellenmittelfeld. „Es gab Spiele wie beim 0:5 gegen Tannheim oder dem 2:4 gegen den VfB, in denen wir noch zu oft den Kopf verlieren. Wir müssen noch konstanter in unseren Leistungen werden“, hofft der Weilersbacher Coach.

Überraschend klar setzten sich die Sportfreunde Neukirch mit 3:0 gegen den FC Brigachtal durch. „Wir haben den Gegner auf dem falschen Fuß erwischt, aber auch gut gespielt. Die Fehler in der Abwehr der Gäste haben wir sehr effizient genutzt. Zudem freut mich, dass wir keinen Gegentreffer kassiert haben“, sagt Neukirchs Trainer Andreas Binder. Eine gute Abwehrleistung und zwei, drei gute Paraden von Schlussmann Fabio Gulizia waren dafür die Grundlage. Neukirch hat somit ein kleines Loch auf die Abstiegsplätze gerissen. Binder hofft, dass seine Elf nun das nötige Selbstvertrauen gewonnen hat, um auch in den richtungweisenden zwei Partien in Tannheim und gegen Überauchen zu punkten.

Nach dem 4:2-Erfolg in Weilersbach legte der VfB Villingen einen 1:0-Heimsieg gegen die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach nach. „Wir waren schon in den Partien zuvor nicht so schlecht, wie es die Ergebnisse ausdrückten. Aktuell passt es, wobei ich mich freue, dass wir keinen Gegentreffer kassiert haben“, bilanziert Trainer Toni Szarmach die Partie. Offensiv sei jedoch noch deutlich mehr möglich. „Wir lassen zu viele erstklassige Chancen aus. Das kann sich rächen“, so Szarmach. Ein Sonderlob erhielt der Torhüter. Szarmach: „Jens Böger hatte einen Sahnetag.“

Bis zum zehnten Spieltag mussten Spieler und Anhänger des SV Überauchen warten, um den ersten Saisonsieg zu bejubeln. Der gelang am Samstag mit einem 1:0 gegen Tannheim. „Von unseren Schultern sind einige Felsbrocken gefallen. Auch wenn der Erfolg etwas glücklich war, so war er keinesfalls unverdient. Tannheim hat uns zwar in der Schlussphase eingeschnürt, aber wir haben diese Phase unbeschadet überstanden. Der erste Sieg wird uns neues Selbstvertrauen geben“, ist sich Trainer Ilter Kozanoglu sicher. Für ihn war es ein erster Schritt. Der Trainer weiter: „Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Ich hoffe, jetzt geht nochmals ein Ruck durch die Mannschaft.“

Der FC Tannheim setzte in Überauchen den Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort. „Bei uns kommt derzeit alles zusammen. Wir haben Spielermangel und dann auch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gegen uns. Warum unser Treffer in Überauchen aberkannt wurde, weiß ich bis heute nicht“, sagt Trainer Franco de Rosa. Er muss von Spiel zu Spiel die Mannschaft umstellen. Vor allem im Defensivbereich sind die Lücken groß. „Wir müssen uns in die Winterpause retten. Schon jetzt haben wir Kontakte aufgenommen, um für die Rückrunde den Kader zu vergrößern. Da gibt es auch gute Gesprächsergebnisse“, fügt de Rosa an.