Fußball, südbadischer Pokal, Achtelfinale: Kehler FV – DJK Donaueschingen (Donnerstag, 14.30 Uhr). Auch im dritten Pokalspiel der laufenden Saison müssen die Donaueschinger öfters reisen. Nach dem 6:0-Erfolg beim FC Neustadt und dem 4:0-Sieg bei der SG Dettingen-Dingelsdorf wartet nach zwei Landesligisten nun mit Verbandsliga-Spitzenreiter Kehler FV eine ungleich schwerere Aufgabe auf die Allmendshofener. Der Gastgeber ist als einziger Verbandsligist in diesr Saison noch unbezwungen und hat zudem den stärksten Angriff der Liga. „Wir haben noch immer den vorjährigen Wettbewerb im Hinterkopf, als wir uns für das Halbfinale qualifiziert haben. Das wird uns Rückenwind geben. Wir fahren nicht nach Kehl, um die Partie abzuschenken oder uns schon jetzt auf das Punktspiel zu konzentrieren. Wir sind Außenseiter und werden versuchen, in dieser Rolle die Gastgeber zu ärgern“, kündigt DJK-Trainer Tim Heine an.

Heine hat sich in den vergangenen Tagen viel Informationen über den Gegner beschafft. Ein Aspekt kommt dabei immer wieder zum Tragen: Die Offensivkraft. Mit Kevin Sax (6 Tore), David (5) und Yannick Assenmacher (4) sowie Stefan Laifer (4) haben die Kehler vier Spieler, die zusammen 20 der bisherigen 25 Treffer erzielt haben. Das macht die Gastgeber unberechenbar. „Die Mannschaft ist mit außergewöhnlich guten Einzelspielern bestückt. Wir werden das nur im Kollektiv lösen können. Vor allem brauchen wir mehr Stabilität in allen Reihen, die richtige Portion Mut und eine deutliche Steigerung gegenüber unseren Auftritten in der Meisterschaft!“, ergänzt Heine.

Im Gegensatz zu anderen Trainern wirft Heine im Pokalwettbewerb nicht die große Rotationsmaschine an. „Dazu ist der Pokal viel zu attraktiv. Spieler zu schonen oder zu experimentieren ist nicht mein Ding“, fügt Heine an. Es werden die Besten der Besten spielen. Max Schneider ist wegen seiner Verletzung weiterhin nicht dabei, doch mit Andreas Albicker und Marcel Wetzig haben zwei Spieler zuletzt in der zweiten Mannschaft Spielpraxis gesammelt und auch sich aufmerksam gemacht. Heine verteilt im Vorfeld keine Startelfmandate, doch gerade diese zwei Akteure könnten für frischen Wind sorgen. Hinter einem möglichen Einsatz von Daniel Koepfler steht ein Fragezeichen. Denkbar ist jedoch auch, dass Heine überhaupt nicht tauscht. „Wir werden elf Spieler auf den Platz schicken, die die Herausforderung annehmen und sich nicht verstecken werden. Natürlich ist es eine Herkulesaufgabe, doch das macht die Partie interessant. Wir haben da nichts zu verlieren“,ergänzt Heine.