Eishockey: Ein rheinisches Wochenende steht vor den Wild Wings. Am Freitag empfangen die Schwenninger um 19.30 Uhr die Düsseldorfer EG. Am Sonntag, 16.30 Uhr, gastiert das Team von Cheftrainer Pat Cortina bei den Krefeld Pinguinen.

Die Schwenninger sind weiterhin von Personalsorgen geplagt. Definitiv ausfallen werden laut Cortina die verletzten vier Angreifer Markus Poukkula, Istvan Bartalis, Kai Herpich und Rihards Bukarts. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Verteidiger Kalle Kaijomaa. „Kalle hat mit uns trainiert. Die Entscheidung fällt aber erst am Freitag“, meinte Cortina bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Keine Option ist für den Trainer aktuell der junge Abwehrspieler Boaz Bassen: „Wenn Boaz einmal bei uns spielt, kann er bis Weihnachten nicht mehr in der U 20-Mannschaft eingesetzt werden.“ Auch Daniel Schwamberger und Daniel Pfaffengut stehen zumindest gegen Düsseldorf nicht zur Verfügung. Die zwei Spieler von Kooperationspartner Ravensburg, die am vergangenen Sonntag in Wolfsburg das Trikot der Wild Wings trugen, werden bei den Towerstars in der DEL 2 spielen. Somit starten die Neckarstädter mit elf Angreifern in das zweite Heimspiel der Saison.

Pat Cortina hat vor den Düsseldorfern großen Respekt. „Das ist eine sehr schnelle Kontermannschaft, die zudem in der Abwehr gut strukturiert und in der neutralen Zone sehr kompakt ist“, beschreibt der 54-Jährige den aktuellen Tabellenzweiten. Dass das Team von Harold Kreis keine lange Anlaufzeit benötigt, zeigten die Düsseldorfer am ersten DEL-Wochenende eindrucksvoll mit einem Sieg in Mannheim (2:1 nach Verlängerung) und dem Heimerfolg gegen Iserlohn (5:1). Mut könnte den Wild Wings die Statistik machen. Die letzten sechs Vergleiche gegen die DEG endeten alle mit einem Schwenninger Sieg.

Während die Düsseldorfer nahezu optimal in die Spielzeit 2018/19 startete, kassierten die Krefelder zwei Niederlagen. Allerdings gehörten die Pinguine in den vergangenen Jahren nicht unbedingt zu den Lieblings-Gegnern der Schwenninger. Das weiß auch Cortina: „Wir waren gegen Krefeld in den vergangenen Spielen oft nicht gut.“ Dabei denkt er vor allem an den letzten Auftritt im Königspalast, als die Schwenninger eine 0:4-Schlappe einstecken mussten.

Damit aus dem rheinischen auch ein erfolgreiches Wochenende wird, legten die Wild Wings den Schwerpunkt in dieser Trainingswoche auf die Arbeit vor dem gegnerischen Tor. „Wenn wir den Puck haben, muss immer ein Spieler von uns vor dem gegnerischen Tor stehen. Das haben wir zuletzt nicht gut gemacht“, bemängelt der Chefcoach der Schwäne. Marc El-Sayed bestätigt, dass die Schwenninger in diesem Bereich noch Luft nach oben haben: „Wenn man offensiv gefährlich sein will, muss man einen Spieler vor dem gegnerischen Torwart haben. Das haben wir zuletzt vernachlässigt“, sagt der 27-jährige Stürmer.

El-Sayed wird gegen Düsseldorf wiederum gemeinsam mit Neuzugang Julian Kornelli spielen. Die Reihe wird entweder von einem Verteidiger odereinem Spieler aus den anderen drei Angriffsblöcken komplettiert. Diese sehen wie folgt aus: Philip McRae mit Stefano Giliati und Ville Korhonen, Andrée Hult mit Simon Danner und Tobias Wörle sowie Mirko Höfflin mit Marcel Kurth und Anthony Rech. Das Tor hütet gegen die DEG Dustin Strahlmeier, in Krefeld steht Marco Wölfl zwischen die Pfosten.

Am Donnerstagnachmittag waren für das Heimspiel gegen Düsseldorf rund 2700 Tickets verkauft. Wild Wings-Pressesprecher Oliver Bauer hofft, dass noch einige Fans mehr den Weg in die Helios-Arena antreten werden. „Nach dem tollen Auftaktspiel gegen Nürnberg hoffen wir auf 3500 bis 4000 Zuschauer.“