Fußball-Verbandsliga: (daz) Der 4:0-Sieg des FC Neustadt vor einer Woche gegen Kuppenheim sollte bei den Hochschwarzwäldern der Auftakt zu einer kleinen Aufholjagd werden. Doch es kam unterm Hohentwiel ganz anders. Mit 1:4 Toren unterlagen die Neustädter und verloren zudem Top-Torjäger Sam Samma durch eine Rote Karte. "Es war für uns ein rabenschwarzer Samstag", sagt Neustadts Trainer Benjamin Gallmann.

Die direkten Duelle der Mannschaften in der zweiten Tabellenhälfte könnten in dieser Saison darüber entscheiden, wer in der Liga bleibt oder zurück in die Landesliga muss. Neustadt hat bereits fünf dieser Duelle gespielt und nur die Partie gegen Kuppenheim gewonnen. "Das ist enttäuschend. Nun müssen wir gegen Mannschaften punkten, gegen die wir eher Außenseiter sind", ergänzt Gallmann. Ihm hat die Vorstellung seiner Mannschaft in Singen überhaupt nicht gefallen. "Wir waren viel zu passiv und haben viel zu wenig Leidenschaft gezeigt." Gallmann versuchte es in der Pause mit einer Systemänderung, aber auch die zeigte nicht die erhoffte Wirkung.

Planen müssen die Neustädter die kommenden Partien nun ohne Samma, der bisher vier der neun Treffer erzielte. "Ich habe die Szene nicht gesehen und weiß nicht genau, was vorgefallen ist. Daher kann ich auch keine Angaben machen, welche Sperre ihm droht", betont Gallmann. Die Mannschaft müsse nun im Kollektiv den Ausfall auffangen. "In solch einem wichtigen Spiel 70 Minuten in Unterzahl zu agieren, kann fast nicht funktionieren. Die anderen zehn Spieler haben alles gegeben, aber es blieb ein schwacher Auftritt meiner Elf", betont der Coach. Neustadt verbleibt somit mit nur fünf Punkten aus acht Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Mit dem SC Lahr (Tabellenplatz 3), Kehler FV (10.) und dem Freiburger FC (2.) warten Mannschaften auf die Hochschwarzwälder, gegen die zu punkten sicherlich schwieriger wird als in Singen. Gallmann baut nun darauf, dass seine Elf diese Aufgaben als Herausforderung nimmt und über sich hinauswächst. "Wir haben in der vergangenen, aber auch in dieser Saison schon gezeigt, dass wir das Niveau für die Liga haben. Wir müssen es nur abrufen. Möglicherweise hilft uns die Außenseiterrolle mehr." Jetzt müssen Punkte her, um nicht vorzeitig den Anschluss zu verlieren.

Trotz der unbefriedigenden Lage bleiben in Neustadt alle ruhig. "Wir machen jetzt kein Fass auf. Wir wussten, was auf uns zukommt. Wir ziehen das mit der Mannschaft und dem Trainerteam durch. Es wird keine Wechsel und keine Panik geben", betont der Sportliche Leiter, Rolf Eckert.