Eishockey: Mit breiter Brust und einer ordentlichen Portion Zuversicht starten die Wild Wings ins neue Jahr. In den ersten beiden Aufgaben 2020 wollen die Schwenninger ihre Erfolgsserie von derzeit drei Siegen in Folge weiteren ausbauen. Am Freitag, 19.30 Uhr, gastiert das Team von Cheftrainer Niklas Sundblad im Kellerduell bei den Krefeld Pinguinen. Am Sonntag, 14 Uhr, empfangen die Schwenninger in der Helios-Arena die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Den Schwäne steht sozusagen eine Pinguin-Wochenende bevor.

Niklas Sundblad hat das Krefelder Team „bereits mehrere Male gesehen“. Der Wild Wings-Coach erwartet „einen defensiven Gegner, gegen den wir viel Druck machen müssen“. Dabei hofft der Schwede, dass sein Team dort anknüpft, wo es im letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen Straubing aufgehört hat. „Wir haben viele Chancen kreiert. Wenn wir das wieder machen, können wir Krefeld auch schlagen.“ Der aktuelle Trend spricht klar für die Schwenninger: Während die Wild Wings zuletzt dreimal als Sieger vom Eis gingen, verloren die punktgleichen Rheinländer die letzten fünf Partien. Sollte die Schwäne den nächsten Sieg landen, würden sie zugleich die Krefelder vom zwölften Tabellenplatz verdrängen.

Zweimal hatten es die Schwenninger in dieser Saison mit den Krefeldern zu tun, jeweils in heimischer Halle. Während sie das erste Spiel Ende September überzeugend mit 5:2 gewannen, gab es beim zweiten Vergleich Anfang Dezember eine bittere 4:6-Pleite. Dabei war Krefelds Daniel Pietta mit vier Treffer der entscheidende Mann. Sonderbewachung bekommt er aber deshalb am Freitag nicht.

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Gegen den Sonntag-Gegner aus Bremerhaven erwartet Sundblad ein Team, „das mehr Druck machen wird“. Die Norddeutschen sind alles andere als ein Lieblingsgegner der Wild Wings. Von den letzten sieben Duellen verloren die Schwenninger fünf. Auch in dieser Saison gab es bei den beiden Aufeinandertreffen im hohen Norden Auswärtsniederlagen. Nun soll es vor heimischer Kulisse mit dem ersten Saisonsieg gegen den Tabellenfünften klappen. Allerdings ist Bremerhaven eines der besten Auswärtsteams der Liga. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch holte auf fremdem Eis bereits 28 Zähler. Zum Vergleich: Die Wild Wings bringen es in der bisherigen Spielzeit insgesamt auf 29 Punkte.

Personell hat sich im Vergleich zum letzten Spiel bei den Schwenningern wenig getan. Kapitän Mark Fraser kehrt nach seiner Sperre zurück. Kai Herpich wird krankheitsbedingt ausfallen, genauso wie der Langzeitverletzte Simon Danner und Andreas Thuresson. Sundblad sieht Danner und Thuresson auf einem guten Weg, betont allerdings, dass man vorsichtig sei, damit ein mögliches Comeback nicht zu frühzeitig kommt. Vor allem bei Thuresson, der sich Mitte Dezember bereits die zweite Gehirnerschütterung in dieser Saison zugezogen hat.

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Zum Heimspiel gegen Bremerhaven erwarten die Schwenninger laut Hendrik Kolbert rund 5000 Zuschauer in der Helios-Arena. Kolbert fungiert aktuell neben seinen Jobs im organisatorischen und im Fitness-Bereich weiterhin als Interims-Pressesprecher. Dies dürfte sich bald ändern. Offenbar gibt es einen Kandidaten, der sehr gute Chance auf die Stelle als Pressesprecher hat und eventuell schon im Februar diesen Job antreten wird.