Eishockey: Die Wild Wings verabschiedeten sich mit einem Vier-Punkte-Wochenende in die Deutschlandcup-Pause. Dem überzeugenden 4:1-Heimsieg gegen die Iserlohn Roosters folgte eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Düsseldorf. In beiden Spielen zeigte die Mannschaft über weite Strecken ihre Schokoladenseite. Hundertprozentig zufrieden war Schwenningens Trainer Paul Thompson nach dem Spiel in Düsseldorf allerdings nicht: „Wir schaffen es nicht, Puck und Spiel über die Ziellinie zu bringen. Wir haben ein sehr starkes zweites Drittel gespielt. Dabei haben wir aber sechs, sieben Großchancen liegen lassen. In der Verlängerung werden wir für einen Puckverlust bestraft. Ich möchte, dass wir es endlich schaffen, unsere Leistungen entsprechend in Punkte umzumünzen.“

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Auch Düsseldorfs Trainer Harold Kreis sah den Sieg als glücklich an, denn in der Verlängerung spielten nur noch die Gäste vom Neckarursprung: „Wir sind auf eine sehr starke Schwenninger Mannschaft getroffen. Die Wild Wings haben clever gespielt und uns dazu gezwungen, zu reagieren. Wir finden momentan aber glücklicherweise immer wieder Wege, um die Spiele zu gewinnen“, sagte der 60-Jährige. Der glückliche Siegtreffer der Rheinländer war typisch für ein Team, das in der Tabelle weit oben steht, während sich Schwenningen als Schlusslicht schwer tut, die zahlreichen Chancen auch zu nutzen.

Symptomatisch für die mangelnde Chancenauswertung in Düsseldorf war SERC-Stürmer Troy Bourke, der am Freitagabend von seinem Trainer noch überschwänglich gelobt worden war. Zahlreiche Alleingänge und weitere Möglichkeiten ließ der 25-Jährige am Sonntag liegen und scheiterte immer wieder am glänzend aufgelegten DEG-Schlussmann Mathias Niederberger. Trotzdem gehört Bourke zu den Spielern, die den Fans am Neckarursprung am meisten Freude bereiten. Daher dürfte es für viele Eishockey-Freunde eine positive Nachricht sein, dass der junge Kanadier nach Informationen des SÜDKURIER auch in der kommenden Saison die Schlittschuhe für die Wildschwäne schnüren wird. Bei seinem Wechsel im Sommer von Nordamerika an den Neckarursprung gaben die Wild Wings noch offiziell bekannt, dass Bourke einen Einjahres-Vertrag unterschrieben habe. In der Zwischenzeit hat sich in dieser Personalie einiges getan.

Die Deutschlandcup-Pause kommt für die Schwenninger Mannschaft zum richtigen Zeitpunkt, denn die Zahl der Verletzten ist zuletzt gestiegen. Neben Simon Danner, der nach seiner Knie-Operation mittlerweile zwar wieder ins Krafttraining eingestiegen ist, aber dennoch einige Zeit ausfallen wird, fehlten am Wochenende Andreas Thuresson (Prellung im Gesicht), Dominic Bohac (Schulter) und Marcel Kurth (Schlüsselbein). Alle drei Spieler können vermutlich nach der Spielpause wieder einsatzbereit sein.

Die Wild Wings haben in dieser Woche trainingsfrei. Erst am kommenden Montag bittet Trainer Thompson die Profis wieder aufs Eis. Am Freitag, 15. November, gastieren die Kölner Haie in der Helios-Arena. Am Sonntag, 17. November, spielen die Schwenninger bei den Nürnberg Ice Tigers.