Basketball, 2. Bundesliga ProA: Niners Chemnitz – wiha Panthers Schwenningen 86:81 (19:24, 23:17, 20:23, 24:17). Die wiha Panthers schnupperten an einer großen Überraschung, mussten sich aber trotz einer starken Leistung dem Titelfavoriten Niners Chemnitz letztlich knapp mit 81:86 geschlagen geben.

Erstmals in dieser Saison stand Panthers-Trainer Alen Velcic der komplette Kader zur Verfügung: Bill Borekambi und Sean Lloyd kehrten nach überstandenen Verletzungen zurück in das Aufgebot der Schwenninger. Letzterer stand direkt in der Startaufstellung der Gäste, die vor 2000 Zuschauern in der Messehalle Chemnitz ein gutes erstes Viertel spielten.

Das Team von Trainer Alen Velcic fand gegen die wie schon in den Vorwochen nachlässig agierende Defensive der Sachsen sofort zu seinem Rhythmus und zeigte sich im Angriffsspiel variabel. Vor allem dank vier von sechs verwandelten Dreiern entschieden die Schwenninger das erste Viertel, in dem sie ständig in Führung lagen, mit 24:19 für sich.

Im zweiten Viertel schlichen sich einige leichtfertige Unkonzentriertheiten in das Schwenninger Spiel ein, sodass Chemnitz nach sechs Minuten beim Stand von 34:33 erstmals in Führung ging. Zwar fingen sich die Schwarzwälder in der Folge wieder, kontrollierten die Rebounds und verteidigten ordentlich, gingen aber dennoch mit einem Rückstand in die Pause: Malte Ziegenhagen traf zwei Sekunden vor der Halbzeit-Sirene per Dreier zum 42:41 und brachte damit seine Mannschaft zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt wieder in Führung. Es war der Schlusspunkt einer munteren ersten Hälfte, in der die Panthers stark begannen, ihre Führung mit sieben Ballverlusten im zweiten Viertel dann aber leichtfertig verschenkten.

Wie schon zu Beginn der Partie fanden die wiha Panthers auch anfangs der zweiten Hälfte gut ins Spiel. Die Schwenninger Schützen wurden immer wieder vom starken David Dennis in Szene gesetzt und erwiesen sich als enorm treffsicher von der Dreierlinie. Dadurch setzten sich die Panthers auf 60:51 ab. Chemnitz reagierte mit einer Auszeit und einem 11:2-Lauf, um erneut auszugleichen. Das letzte Wort im dritten Viertel hatten aber wiederum die Gäste, die mit einer 64:62-Führung in den Schlussabschnitt gingen.

In diesem wechselte die Führung mehrmals hin und her. Keine der beiden Mannschaften setzte sich entscheidend ab. In der Schlussphase lieferten sich die Teams ein Schützenfest und warfen sich die Dreier gegenseitig um die Ohren. Auch die letztlich spielentscheidende Szene war ein Distanzwurf: Niners-Starspieler Chris Carter traf 45 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit zum 84:81 für die Chemnitzer. Die Panthers hatten mit drei Punkten Rückstand die Chance, mit dem letzten Angriff der Partie auszugleichen. Friederici entschied sich aber für einen schweren Zwei-Punkte-Wurf in großer Bedrängnis, verfehlte klar und ließ damit die letzte Chance auf die Verlängerung verstreichen.

Für die Panthers aus Schwenningen spielten: Jaren Lewis (10 Punkte/ 5 Rebounds/2 Assists), David Dennis (9/3/11), Junior Searcy (2/1/0), Sean Lloyd (6/6/3), Bill Borekambi (4/2/0), Kosta Karamatskos (0/3/4), Rasheed Moore (19/4/1), Leon Friederici (10/2/0), Yasin Kolo (6/3/0) und Marko Bacak (15/5/1).