Basketball, ProA : (mst) Schon länger durfte es gehofft werden, jetzt ist es Fakt: Die Wiha Panthers Schwenningen erhielten am Freitag die Lizenz für die Pro A und spielen somit in der kommenden Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Zudem unterzeichnete Trainer Alen Velcic einen neuen Vertrag.

„Es ist ein sehr besonderer Tag und der Lohn eines Jahres harter Arbeit, in dem wir uns in der Pro B behauptet haben“, sagt Trainer Alen Velcic zum Aufstieg der Wiha Panthers, die er innerhalb von sieben Jahren von der 2. Regionalliga bis in die Pro A führte. Nun wird ab dem kommenden Herbst erstmals in Schwenningen zweitklassiger Basketball zu sehen sein. Die Panthers erhielten neben dem Pro B-Meister Bayer Giants Leverkusen den Zuschlag für die Pro A und profitieren vom Verzicht des zweiten Finalisten WWU Baskets Münster. Somit treffen die Doppelstädter in der kommenden Saison auf traditionsreiche Vereine wie Phoenix Hagen, die Gladiators Trier oder die Artland Dragons. Zudem stehen Derbys gegen die Tigers Tübingen oder die Kirchheim Knights ins Haus.

Bis zum Saisonstart (voraussichtlich September) müssen die Panthers noch einige Auflagen erfüllen. Zum einen bedarf es in der Deutenberghalle diversen Anschaffungen wie einer LED-Werbebande, einem Parkettboden und fahrbaren Korbanlagen. Zum anderen müssen die Panthers eine weitere hauptamtlich in der Geschäftsstelle arbeitende Person einstellen. Um wirtschaftlich in der zweithöchsten Klasse mithalten zu können, müssen die Panthers nun jede Menge Sponsorenarbeit betreiben, um den Etat aus der bisherigen Saison mindestens zu verdoppeln.

Neben der Lizenzierung für die Pro A vermeldeten die Panthers am Freitag eine zweite Neuigkeit: Alen Velcic unterzeichnete einen unbefristeten Vertrag und bleibt dem Projekt Basketball in der Doppelstadt dauerhaft erhalten. Schon seit dem Halbfinaleinzug Anfang April gegen die Gießen 46ers Rackelos beschäftigte sich der Trainer konkret mit einem Aufstiegsfall und trieb seither die Kaderplanung voran. Aus der Pro B-Mannschaft sollen neben Rasheed Moore und Leon Friederici auch Kapitän Kosta Karamatskos und Bill Borekambi gehalten werden. Die beiden Letzteren können bereits Pro A-Erfahrung aufweisen. „Ich gehe davon aus, dass sie auch nächste Saison an Bord sind. Sie waren unser Gerüst in der vergangenen Spielzeit“, so Velcic, der neben den vier bekannten Gesichtern auch schon einige weitere Namen auf dem Zettel hat.

In der Pro A gilt – anders als eine Klasse tiefer – nicht mehr die Local-Player-Regel. Hier zählt die Nationalität, die im Pass der Spieler steht. Es müssen stets zwei Deutsche auf dem Feld stehen, die anderen drei Plätze dürfen mit Basketballern beliebiger Nation aufgefüllt werden. Demnach ist die Dichte der US-Amerikaner in der Pro A wesentlich höher als noch in der Pro B. Alen Velcic hat bereits einen Spieler einer namhaften US-Universität aus der ersten amerikanischen College-Liga NCAA I für die Flügelposition an der Angel und will bereits nach seinem Urlaub, in etwa zwei bis drei Wochen, Vollzug melden. Zudem befindet sich der Trainer mit einigen weiteren Spielern in konkreten Verhandlungen. Der Fokus liegt hier eher auf deutschen und osteuropäischen Akteuren. Noch hat kein Spieler – weder die aus dem alten Pro B-Team, noch Velcics Wunschkandidaten – eine feste Zusage gegeben, der Kader für die kommende Saison hat aber in den Gedanken des Trainers bereits konkrete Gestalt angenommen. Zwölf Spieler soll der Kader nach Abschluss der Personalplanung umfassen.

Noch dauert es fast ein halbes Jahr bis zum Saisonstart. Die Verantwortlichen und Fans der Wiha Panthers können den Auftakt des Abenteuers Pro A aber dennoch sicher kaum erwarten.