Basketball, ProA: Das 79:90 bei den Nürnberg Falcons war für die wiha Panthers Schwenningen bereits die fünfte Niederlage in Folge. Während diese Serie bei den Spielern bereits Zeichen von Frustration auslösen, bleibt der Trainer weiterhin die Ruhe in Person.

Verschenkt: „Die Freiwürfe haben heute den Unterschied gemacht“, betonte Panthers-Center Marko Bacak nach der Partie und lag damit zum Teil richtig. 13 Punkte ließen die Schwenninger an der Freiwurflinie liegen, zudem zählte Trainer Alen Velcic neun einfache Korbleger, die nicht verwandelt wurden. „Wenn wir diese Chancen nutzen, gewinnen wir das Spiel. Nürnberg war an diesem Tag schlagbar“, sagt der Trainer, der Groll auf die Verantwortlichen der Falcons hegt. Aufgrund einer chaotischen Lage auf der Straße erreichten die Neckarstädter die Nürnberger Spielstätte erst 30 Minuten vor Spielbeginn. Der Bitte, den Tip-Off einige Minuten nach hinten zu verschieben, um den Panthers eine einigermaßen geregelte Vorbereitung zu ermöglichen, kamen die Nürnberger nicht nach.

Frust: Point Guard David Dennis war die Ernüchterung über die nächste vermeidbare Niederlage deutlich anzumerken. „Es ist sehr frustrierend. Es gibt so viele Jungs in dieser Mannschaft, die gewinnen wollen. Wir versuchen alles, aber schaffen es nicht, bis zum Ende auf einem Level zu spielen. Bis auf das Paderborn-Spiel waren die Niederlagen allesamt knapp. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal fünf Spiele hintereinander verloren habe“, sagt der US-Amerikaner, der sich selbst in die Kritik miteinbezieht. „Ich habe in Nürnberg schlecht gespielt und einfache Korbleger vergeben. Solche Tage gibt es als Basketballer. Das Wichtigste ist, daraus zu lernen und gestärkt aus diesem Spiel hervorzugehen.“ Der 22-Jährige zeigt für sein junges Alter bereits bemerkenswerte Führungsqualitäten: „Ich versuche zu beweisen, dass ich dem Team zum Sieg verhelfen kann. Wenn wir verlieren, nehme ich das auf meine Kappe.

Entwicklung: Das Wechselspiel zwischen Formhochs und Leistungsdellen ist für Neulinge aus Übersee im europäischen Profibasketball nicht unüblich. Auch David Dennis, der bislang von allen Neuzugängen am meisten überzeugte, ist davon nicht gefeit und zeigte mit neun erzielten und mehreren verschenkten Punkten in Nürnberg eine seiner schwächeren Leistungen. Der Spielgestalter befindet sich immer noch im Prozess der Anpassung. „Ich habe noch einige Schritte vor mir und muss geduldig bleiben.“ Marko Bacak ergänzt: „Wir müssen weiterhin den Kopf oben behalten und an unsere Stärken glauben.“

Pause: Am kommenden Wochenende sind die wiha Panthers spielfrei und haben nun viel Zeit, um sich zu sammeln. „Das kommt uns jetzt sehr gelegen“, betont Velcic. David Dennis ergänzt: „Ich hoffe, dass wir in dieser Phase noch enger zusammenwachsen.“ Das nächste Spiel steigt an Halloween am 31. Oktober, wenn die Panthers das Team Ehingen Urspring in der Deutenberghalle empfangen. Velcic: „Da muss dann endlich mal wieder ein Sieg her.“

Startschuss: Fünf Niederlagen in Folge und Platz 16: Von einem geglückten Saisonstart kann in der Doppelstadt nicht die Rede sein. Dennoch befinden sich die Panthers weiterhin voll im Soll, wie Velcic beteuert: „Wir haben gegen alle Topteams der Liga gespielt, hatten vier Auswärtsspiele und mussten weit reisen. Daher kommt der Start für mich nicht überraschend. Die Kunst ist es, diese Niederlagen nicht lange im Kopf zu behalten und nicht an unseren Stärken zu zweifeln.“ Nun kommen die Spiele, in denen die Panthers vermehrt auf Mannschaften der unteren Tabellenhälfte treffen. Bis Weihnachten will der Trainer dann genügend Siege gesammelt haben, um mit seinem Team im Rennen um die Playoff-Plätze zu liegen. Velcic: „Ich bin weiterhin ganz entspannt. Jetzt geht die Saison richtig los.“