Basketball, ProA: Uni Baskets Paderborn – wiha Panthers Schwenningen (Samstag, 19.30 Uhr). Nichts anderes als ein Sieg erwarten die wiha Panthers von ihrer Auswärtsfahrt zu den Uni Baskets Paderborn. Dort wollen die Schwenninger Basketballer den Lohn ihrer bisherigen Leistungen ernten.

Trotz dreier teils unglücklicher Niederlagen in Folge herrscht bei den wiha Panthers weiterhin große Gelassenheit. „Die Saison ist sehr lang. Wir haben erst vier von 32 Spielen absolviert. Es kann also noch viel passieren“, sagt Trainer Alen Velcic und ergänzt: „Wir sind sehr entspannt und wissen, dass wir bisher gut gespielt haben.“ Dazu kommt, dass nun zum zweiten Mal der Kader komplett ist und zwölf Spieler – Sergey Tsvetkov bleibt zuhause – die Reise nach Paderborn antreten werden. „Wir sind nun vor allem auf den Flügelpositionen breiter aufgestellt und können mehr rotieren, was mir mehr Möglichkeiten eröffnet“, so Velcic.

Die gute Personallage und die Tatsache, dass die Panthers bisher spielerisch in allen Partien überzeugten, sollen zu Zählbarem führen. Ein Sieg ist das klare Ziel bei den Uni Baskets. „Wir wollen uns für unsere Leistungen belohnen. Dieses ist eines dieser Spiele, die man auf dem Papier gewinnen sollte und muss, um in die Playoffs zu kommen. Dennoch dürfen wir den Gegner nicht unterschätzen. Paderborn kann schon ganz gut spielen“, lobt Velcic den Gegner. Um nicht wieder mit leeren Händen vom Parkett zu gehen, müssen die wiha Panthers die Zahl der Ballverluste im Vergleich zur Niederlage am Mittwoch in Chemnitz reduzieren. Ärgerlich ist aus Schwenninger Sicht, dass den Panthers am Vorabend des Spiels keine Trainingseinheit in der Halle ermöglicht wurde, sondern erst am Samstag wenige Stunden vor dem Spiel.

Anders als es der Name vermuten lässt, sind die Paderborner kein Universitätsverein, sondern liefen in der Vergangenheit schon unter verschiedensten Namen auf. Die Ostwestfalen dürfen mit ihrem mittlerweile nun schon neunten Jahr in Folge in der ProA als fester Bestandteil der Liga bezeichnet werden. Wie schon in den Spielzeiten zuvor zählen die Uni Baskets in dieser Saison aber zum Kreis der Mannschaften, für die es in erster Linie nur um den Klassenerhalt gehen wird. Mit drei Niederlagen zum Saisonstart rutschte das Team von Trainer-Neuling Steven Esterkamp direkt in den Tabellenkeller ab.

Angeführt wird das Team vom US-amerikanischen Rookie-Neuzugang Kendale McCollum auf der Point Guard-Position, der sich sofort als Verstärkung erwies. Mit 24 Zählern hat er bislang den besten Punkteschnitt der Liga und verteilt zudem auch starke 6,3 Assists pro Spiel. Im Pick-and-Roll-Angriff, dem Brot-und-Butter-Spiel der Paderborner, beweist McCollum gute Übersicht und Passfähigkeiten, allerdings auch bisweilen Fehleranfälligkeit, was sich in 4,3 Ballverlusten pro Spiel niederschlägt. Er wird sich ein interessantes Duell mit Panthers-Spielmacher David Dennis liefern.

Eines der größten Mankos der Uni Baskets in den bisherigen Saisonspielen war das Rebounding. Weil die Paderborner über eine recht kleine Mannschaft verfügen und daher viel Smallball spielen, ermöglicht ihnen dies zwar in der Offensive schnellen und durchaus ansehnlichen Team-Basketball, müssen dafür aber auf der anderen Seite vor allem an den Brettern und in der Verteidigung der gegnerischen Center Einbußen hinnehmen. Hier liegt eine Chance der wiha Panthers, in der Halle am Sportzentrum Maspernplatz zum Erfolg zu kommen. „Das ist ein wichtiges Spiel für uns. Wir wollen mit der gleichen Einstellung und Leidenschaft an die Partie herangehen wie zuletzt, müssen aber disziplinierter agieren“, erklärt Baskets-Coach Esterkamp.

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