Basketball, ProB-Viertelfinale: Wiha Panthers Schwenningen – Depant Gießen 46ers Rackelos (Samstag, 20 Uhr). Mit einem Heimsieg in Spiel zwei der Viertelfinal-Serie gegen die Depant Gießen 46ers Rackelos wollen die Wiha Panthers Schwenningen den Einzug in die Runde der letzten vier Mannschaften vorzeitig perfekt machen. Für das Erreichen dieser Mission können die Panthers erneut auf die Unterstützung einer Rekordkulisse in der Deutenberghalle bauen.

Die Doppelstadt ist im Basketball-Fieber. Die Panthers lassen sich davon allerdings nicht anstecken. „Wir sind alle sehr entspannt und denken überhaupt noch nicht an ein mögliches Halbfinale“, stellt Trainer Alen Velcic klar. Dennoch spüre auch die Mannschaft, welche Euphorie sie in der Doppelstadt ausgelöst hat. „Die Jungs bekommen das schon mit. Egal wo man ist, jeder spricht nur noch über Basketball und will am Samstag dabei sein“, so Velcic, für den die Fans in der Deutenberghalle wieder zu einem entscheidenden Faktor werden können. „Unser Publikum ist richtig laut. Ich glaube, dass das die jungen Gießener beeindrucken wird.“

Die Rackelos schöpfen Hoffnung, das frühe Viertelfinal-Aus, wie in der vergangenen Saison, zu verhindern. Damals verlor die Bundesliga-Reserve ebenfalls Spiel eins ihrer Viertelfinal-Serie zuhause gegen die Rostock Seawolves und den jetzigen Schwenninger Bill Borekambi, um dann Spiel zwei an der Ostsee zu gewinnen. Nun treffen die Hessen erneut auf Borekambi, der es allerdings dieses Mal nicht auf ein entscheidendes drittes Spiel ankommen lassen will. „Ich möchte den Sack im Heimspiel zumachen und kein zweites Mal nach Gießen fahren. Unser Team ist erfahren, jeder kennt seine Rolle und weiß, was er bringen muss“, erklärt der Forward, der sich momentan in einer bestechenden Form befindet.

Ob das junge Gießener Pro B-Team in Bestbesetzung antreten wird, ist noch unklar. Das Bundesliga-Team der 46ers befindet sich auf der Zielgeraden der Hauptrunde und setzt alles daran, noch die Playoffs zu erreichen. Daher ist es denkbar, dass für das Heimspiel der 46ers gegen Crailsheim Verstärkung aus dem Pro B-Kader aufrückt. Die Panthers hingegen werden in Bestbesetzung antreten und könnten, wie schon in Spiel eins, den Vorteil der etwas größeren Rotation auf ihrer Seite haben.

Apropos Spiel eins: Einen erneuten Fehlstart wie am vergangenen Sonntag, als die Rackelos früh mit 17:3 in Rückstand lagen, will das Team von Trainer Rolf Scholz dieses Mal unbedingt vermeiden. „Neben der mangelnden Physis war unser Hauptproblem, dass wir zu lange gebraucht haben, um ins Spiel zu finden. Wir müssen am Samstag von Anfang an wacher sein. Aber wir werden weiterhin versuchen, die Körperlichkeit und Robustheit der Schwenninger mit spielerischen Mitteln zu schlagen“, so der Trainer, der zudem auch das Rebound-Duell ausgeglichener gestalten will als zuletzt.

Panthers-Coach Velcic erwartet, anders als im letzten Heimspiel gegen Rist-Wedel, ein unterhaltsames Duell ohne eng anliegende taktische Fesseln. „Es wird bestimmt ein richtig gutes Offensivspektakel, das nicht mehr so sehr von Taktik geprägt sein wird wie etwa die Spiele gegen Wedel.“ Der Schlüssel zum Sieg liege auch in Spiel zwei in den berühmt-berüchtigten Kleinigkeiten. „Wir müssen die Rebounds holen, gute Blocks stellen, in der Wurfauswahl gute Entscheidungen treffen und dem Gegner unser Spiel so früh wie möglich aufdrücken.“

Viel spricht dafür, dass die Panthers am Samstag die Halle als Sieger und Pro B-Halbfinalist verlassen könnten: Der Heimvorteil, die jüngste Siegesserie, die der Mannschaft einen großen Schub gab, und die Tatsache, dass womöglich ersatzgeschwächte Gießener mit dem Rücken zur Wand stehen und das junge Team dem Druck nicht standhält. Trainer Alen Velcic mahnt natürlich vor verfrühter Siegessicherheit: „Ein angeschlagener Boxer ist nicht zu unterschätzen.“