Basketball, ProA: wiha Panthers Schwenningen – Rostock Seawolves (Samstag, 20 Uhr). Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wollen die wiha Panthers Schwenningen am Samstagabend gegen die Rostock Seawolves wieder zurück in die Spur finden. Dabei helfen soll ein Neuzugang, der bereits für Entzücken sorgt.

Einer kommt, einer geht: Das war das Motto am Donnerstag aus Sicht der Panthers. Der Vertrag mit US-Amerikaner Sean Lloyd wurde in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Das kurze Intermezzo des 23-Jährigen in Schwenningen stellte sich als großes Missverständnis für beide Seiten heraus. „Sean ist ein toller Mensch mit einem Riesenpotenzial. Allerdings hat er bei uns nicht funktioniert. Er wollte zu sehr zu seiner Form finden“, sagt Trainer Alen Velcic. Das Team habe traurig auf den Abgang des Kameraden reagiert, kann sich aber auf einen Neuzugang freuen, der sich als sofortige Verstärkung erweisen könnte.

Ivan Mikulic kam in dieser Woche aus Graz und begeisterte seinen Coach bereits nach wenigen Trainingseindrücken. „Ivan wird uns definitiv besser machen. Er hat einen stabilen Wurf, eine unglaubliche Übersicht und braucht so gut wie keine Eingewöhnungszeit. Zudem blühen andere Spieler an seiner Seite auf“, erzählt Velcic, der schon voller Vorfreude auf das Debut von Mikulic vorausblickt. Der Kroate soll in erster Linie David Dennis als Point Guard entlasten und dem viel beanspruchten Spielmacher dadurch Verschnaufpausen ermöglichen. Definitiv ausfallen wird noch zwei, drei Wochen Kosta Karamatskos.

Das Duell gegen Rostock kann sich für die Panthers als richtungsweisend herausstellen. Unterliegen die Schwenninger gegen einen punktgleichen Mitkonkurrenten um die Playoffs, verlieren die Neckarstädter vorerst den Anschluss an die ersten acht Plätze und müssen sich stattdessen in Richtung Tabellenkeller orientieren. Sollte den Panthers der vierte Saisonsieg gelingen, würden die Aufsteiger nicht nur zwei fest eingeplante Punkte einfahren, sondern auch einen wichtigen Schritt in Richtung obere Tabellenhälfte machen. „Dieses Spiel stellt für uns eine große Chance dar, die Trendwende einzuleiten“, erläutert Alen Velcic die Bedeutung der Partie.

Das Ex-Team von Panthers-Spieler Bill Borekambi ist mit mutmaßlich einem der größten Etats der Liga.Drei überzeugenden Siegen stehen sieben teils ernüchternde Niederlagen gegenüber. Zuletzt gab Rostock gegen Ehingen eine 17-Punkte-Führung in den letzten sieben Minuten noch aus der Hand. Trainer Milan Skobalj steht an der Ostsee bereits mächtig unter Druck. Dies weiß auch Velcic: „Für Rostock kann das Spiel der Anfang der Wende sein. Sie haben ein nominell sehr gutes Team. Ich hoffe nicht, dass sie gegen uns zu ihrem Rhythmus finden.“

Für die Panthers wird der Schlüssel zum Sieg wieder einmal in der Defensive liegen. „Wir müssen im Vergleich zum Spiel bei den Artland Dragons besser als Team verteidigen“, stellt Velcic klar. Was für die Schwenninger spricht, ist die lange und strapaziöse Anreise der Gäste. Die 922 Kilometer zwischen beiden Städten stellen die größte Entfernung zwischen zwei Liga-Kontrahenten in ganz Basketball-Deutschland dar.