Basketball, ProA: Nürnberg Falcons BC – wiha Panthers Schwenningen (25:19, 16:21, 26:21, 23:18). Auch im fünften Spiel in Folge gelang den wiha Panthers kein Sieg. Bei den Nürnberg Falcons hielten die Schwenninger Basketballer das Spiel lange offen, unterlagen letztlich aber mit 79:90.

Das Spiel begann temporeich: Nürnberg suchte nach Ballgewinnen und Rebounds von Anfang an blitzschnell die Offensive und erwischte die Panthers dabei das ein oder andere Mal auf dem falschen Fuß. Die Schwenninger hingegen suchten in der Anfangsphase auffällig häufig den Weg zum Korb. Yasin Kolo, der sich in der Zone sehr durchsetzungsstark zeigte, war im ersten Viertel mit sieben Punkten auffälligster Panther. Gegen Ende des ersten Durchgangs schlichen sich vor allem den Ersatzspielern der Gäste immer mehr Flüchtigkeitsfehler in der Offensive und taktische Malheurs in der Defensive ein, sodass sich die Falcons bis zum Ende der ersten zehn Minuten mit 25:19 leicht absetzten.

In der Viertelpause folgte eine deutliche Ansprache von Trainer Alen Velcic, der mit dem bisherigen Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden sein konnte. In der Folge zeigte sich deutlich, dass seine Schützlinge gegen die groß gewachsenen Franken vor allem im Rebounding klar unterlegen waren, zahlreiche zweite Chancen zuließen und dadurch in der Defensive keinen Rhythmus fanden. Mitte des zweiten Durchgangs fanden die Panthers dann offensiv besser in die Partie und ließen den Ball in ihren Angriffssystemen flüssiger laufen. Dadurch kamen die Aufsteiger vermehrt zu einfachen Punkten per Korbleger oder Freiwurf und reduzierten den Rückstand dadurch Stück für Stück. Zur Pause waren die Gäste bis auf einen Punkt herangekommen, mit 41:40 für die Falcons ging es in die Kabinen – nach einem schlechten ersten Viertel ein durchaus positiver Zwischenstand für die Panthers, die sich gut zurück in die Partie arbeiteten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellten die wiha Panthers auf eine Zonen-Verteidigung um. Dadurch ließen sie zwar immer wieder die Nürnberger Dreierschützen frei, die dies hochprozentig bestraften, dafür war die Verteidigung innerhalb der Dreierlinie wesentlich stabiler. Auf der anderen Seite trafen auch die Panthers ihre Dreier besser und attackierten vor allem durch David Dennis sowie Rasheed Moore immer wieder den Korb. Es entwickelte sich ein stimmungsvolles, intensives und temporeiches Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Führung hin- und herwechselte. Gegen Ende des dritten Viertels setzten sich die Falcons mit der Unterstützung ihrer Fans wieder bis auf sechs Punkte ab. Nürnbergs Point Guard Duane Wilson traf mit der Schlusssirene einen Dreier zu einem psychologisch wertvollen Zeitpunkt.

Im Schlussviertel steigerte sich die Intensität nochmals. Nürnberg erhöhte den Druck in der Verteidigung und provozierte dadurch Schwenninger Fehler. Die Folge war, dass die Gastgeber sechseinhalb Minuten vor dem Ende beim Stand von 76:66 erstmals in der Partie ein zweistelliges Punktepolster aufbauten. Die Panthers, die mittlerweile wieder zur Mann-Verteidigung zurückkehrten, mussten für jeden ihrer Punkte hart arbeiten. Dazu kam eine sehr schlechte Freiwurfquote, sodass die Offensive im letzten Viertel zu wenig zustande brachte, um den Rückstand in den Schlussminuten noch entscheidend zu verkürzen. Somit verloren die wiha Panthers zum wiederholten Male gegen ein Spitzenteam der Liga nach einem lange ausgeglichenen Spiel. Am Ende stand ein etwas zu deutliches 90:79 für die Falcons. Bester Schwenninger Scorer war Rasheed Moore mit 20 Punkten.