Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Nach acht Siegen in Folge kassierte der FV Möhringen auf eigenem Platz eine 0:3-Niederlage gegen die SG Riedöschingen. Ausgerechnet jene Elf, die Möhringens Übungsleiter Heinz Jäger zuvor trainiert hatte. „Die Spieler der SG wollten ihrem Ex-Trainer zeigen, wie gut sie sind. Das ist ihnen gelungen“, sagte Jäger. Er hatte nach einem spielfreien Wochenende die Befürchtung, dass seine Elf möglicherweise aus dem Rhythmus gerät, was sich auch bestätigte. „Wir haben nicht das gemacht, was uns auszeichnet. Wir waren sowohl mit als auch gegen den Ball nicht gut genug.“ Schon am Mittwoch im Nachholspielspiel gegen Verfolger Kirchen-Hausen kann es seine Elf wieder besser machen. „Ich bin gespannt, wie wir die erste Niederlage verkraften. Am Sonntag hatten wir einen gebrauchten Tag“, ergänzt Jäger, dessen Elf mit einem Punkt Vorsprung in das Nachholspiel geht.

Spitzenreiter Möhringen hatte bisher 36 Tore in neun Spielen geschossen. Die SG Riedöschingen/Hondingen stoppte die Serie und traf selbst in Möhringen dreimal. „Es war sicherlich ein Vorteil für uns, ohne Druck zum Spitzenreiter reisen zu müssen. Wir haben unsere Möglichkeiten gut genutzt und standen defensiv stabil. Zudem zahlt sich aus, dass die verletzten Spieler zurückkehren und wir wieder in der Wunschformation auflaufen können“, sagt Co-Trainer Björn Werhan. Natürlich freuten sich alle im SG-Team, dass der klare Sieg beim Ex-Trainer gelang. Werhan spricht von einem verdienten Erfolg und „von unserem bisher besten Saisonspiel“.

Mit einem klaren 5:2-Erfolg in Öfingen baute die SG Kirchen-Hausen die Serie an ungeschlagenen Spielen aus. „Wir sind sehr souverän aufgetreten. Mich ärgern allerdings die zwei unnötigen Gegentreffer. Ansonsten gibt es kaum etwas zu bemängeln“, sagt Spielertrainer Berkay Cakici. Dank der Niederlage von Spitzenreiter Möhringen ist die SG bis auf einen Zähler an den Tabellenführer herangerückt und kann diesen im direkten Duell am Mittwoch sogar überflügeln. Cakici: „Diese Partie wird zeigen, wie weit wir wirklich sind. In Möhringen müssen wir bestehen. Nach den vergangenen Partien bin ich zuversichtlich, dass wir auch gegen den wohl stärksten Gegner der Liga eine gute Rolle spielen werden.“

Beim SV Öfingen wurde die Heimpleite gegen Kirchen-Hausen schnell abgehakt. „Das sind nicht die Gegner, an denen wir uns messen. Die Gäste waren uns läuferisch und kämpferisch deutlich voraus. Es werden andere Gegner kommen, gegen die wir mehr Chancen haben und die wir auch nutzen müssen“, sagt Trainer Jörg Kienast. Immerhin bestärkten ihn die zwei eigenen Treffer darin, dass seine Elf auch gegen die Meisterschaftskandidaten etwas bewegen kann. Kienast: „Wir haben unsere größte Baustelle in der Abwehr. Wir sind immer für eigene Tore gut, kassieren aber zu viele Gegentreffer. Da müssen wir ansetzen.“

Spiele zwischen Hinterzarten und dem SSC Donaueschingen waren in den vergangenen Jahren oft etwas für Feinschmecker. „Diesmal leider nicht. Wir hatten in den ersten 45 Minuten mehr von der Partie, Hinterzarten in der zweiten Halbzeit. Das Ergebnis ist gerecht und wir nehmen den Punkt gerne mit“, beurteilt SSC-Trainer Thomas Minzer das torlose Remis und ergänzt: „Wir müssen aktuell kleinere Brötchen backen.“

Mit einem 3:1-Erfolg gegen Löffingen II holte der SV TuS Immendingen die von Trainer Peter Tumler erhofften drei Punkte. „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Wir hatten erneut einige Spieler aus der zweiten Mannschaft dabei, die ihre Aufgaben erfüllten“, bilanziert Tumler. So erzielte mit Kai Wörner der Kapitän der Reservemannschaft zwei der drei Tore. Trotz der zwei gelbroten Karten gegen den Gegner sprach Tumler von einer fairen Partie. „Natürlich hat es uns geholfen, 45 Minuten in doppelter Überzahl zu spielen. Andererseits bin ich mir sicher, dass wir die Talsohle überwunden haben, zumal in dieser Woche zwei weitere Spieler zurückkehren.“

Andreas Hirschbolz, Trainer des FC Löffingen II, ist aktuell nicht zu beneiden. Die personellen Sorgen in der Landesliga-Elf der Löffinger setzen sich auch in der Kreisliga-Elf fort. „Auch ich habe trotz der zwei Ampelkarten gegen uns ein faires Spiel gesehen. Wir haben gegenwärtig keine Chance, Spieler aus dem Landesliga-Kader zu bekommen. Wichtig wird für uns die Partie am Mittwoch gegen Saig. Da sind wir unter Zugzwang, um uns etwas abzusetzen“, betont Hirschbolz.

Mit einem 5:1-Erfolg gegen die SG Unadingen gelang dem FC Pfohren der dritte Saisonsieg. „Wir haben über 90 Minuten sehr souverän gespielt“, freut sich Trainer Erich Thurow. Nach dem etwas holprigen Saisonstart scheint Pfohren immer besser in Fahrt zu kommen. „Die Rädchen greifen immer besser ineinander. Das war zum Saisonbeginn fast zu erwarten. Wir sind auf einem guten Weg“, stellt Thurow fest.

Drei Gegentreffer zwischen den Minuten 26 und 38 kosteten hingegen der SG Unadingen/Dittishausen ein besseres Ergebnis in Pfohren. „Die Gastgeber waren bissiger und agiler. Drei Gegentreffer in zwölf Minuten sollten nicht passieren“, sagt SG-Trainer Thomas Wolf. Er musste erneut seine Elf umstellen. „Wenn wir komplett sind, können wir in der Liga mithalten. Fallen wichtige Akteure aus, ist das bei uns kaum zu kompensieren“, so Wolf, dessen Elf am Mittwoch Immendingen empfängt .