Fußball-Landesliga: FC Neustadt – DJK Donaueschingen (Samstag, 15.30 Uhr). (daz) Nach zwei Jahren Pause kommt es am Samstag im Neustädter Jahnstadion zur Neuauflage des stets brisanten Derbys. Nach dem bislang letzten Aufeinandertreffen in Donaueschingen feierten die Neustädter ausgiebig den Verbandsliga-Aufstieg. Während Neustadt am Dienstag gegen Furtwangen (1:0) der erste Saisonsieg gelang, müssen die Allmendshofener die 3:5-Heimpleite gegen Schonach verdauen.

„Der Sieg am Dienstag hat bei uns keine Euphorie ausgelöst. Andererseits war es für die Spieler nach nahezu einem halben Jahr Flaute wichtig, endlich wieder zu gewinnen. Wir wussten ja schon nicht mehr, wie sich drei Punkte nach 90 Minuten anfühlen“, sagt Neustadts Trainer Benjamin Gallmann. Für ihn war der Erfolg ein erster kleiner Schritt heraus aus der Krise, dem weitere Schritte folgen sollten. „Gegen Donaueschingen zu spielen, wäre auch nicht einfacher gewesen, wenn die DJK nicht gegen Schonach verloren hätte. Für mich haben die Baaremer eine Qualität in der Elf, die für einen der ersten drei Plätze im Abschlussklassement reichen sollte“, fügt Gallmann an.

Der Neustädter Coach ist immer noch weit davon entfernt, seine Wunschformation zu bringen. Der Schuh drückt vor allem in der Innenverteidigung, in der auch gegen die DJK mit Thomas Fischer ein gelernter Angreifer spielen muss. Fischer fehlt somit in der Offensive, in der Sam Samma wohl wieder den Alleinunterhalter spielen muss. Gallmann hat die Gäste in der Saison noch nicht gesehen und geht mit viel Respekt in die Partie. „Wir wollen uns teuer verkaufen“, lautet sein Ziel für das Derby

In Donaueschingen wurde die Heimniederlage gegen Schonach ausführlich ausgewertet. „So ein Spiel beschäftigt dich etwas länger. Wir haben wieder gut trainiert und ich bin zuversichtlich, dass wir die teilweise haarsträubenden Fehler nicht wiederholen werden“, gibt sich DJK-Trainer Tim Heine zuversichtlich. Er könnte in Neustadt auf einige Akteure treffen, mit denen er einst beim FV Donaueschingen den Verbandsliga-Aufstieg schaffte. Zu lange will sich Heine indes mit der Analyse vom vergangenen Wochenende nicht aufhalten. „So ein Spiel kann es immer wieder mal geben. Es ist auch etwas unglücklich gegen uns gelaufen. Wir werden am Samstag wieder Vollgas geben. So gut kenne ich meine Spieler inzwischen.“

Nicht aus Leistungsgründen, sondern eher unter taktischen Aspekten, könnte es in der DJK-Elf kleinere personelle Veränderungen geben. Heiko Reich, Christoph Erndle, Florina Kleinhans oder Hendrik Hölzenbein sind vier Spieler, die Chancen haben, in der Startformation zu stehen. „Glücklicherweise bieten sich im Training immer viele Akteure an. Die Konstellation, dass Neustadt am Dienstag den ersten Saisonsieg eingefahren hat, ist für uns sicherlich nicht glücklich, aber wir nehmen die Herausforderung an. Wollen wir in der Tabelle oben dranbleiben, müssen wir im Jahnstadion bestehen“, macht Heine deutlich.