Fußball-Oberliga: FSV Bissingen – FC 08 Villingen (Freitag, 19 Uhr). Sechs Pflichtspiele nicht verloren – der FC 08 Villingen hat in den vergangenen Wochen reichlich Selbstvertrauen getankt. Die Aufgabe beim FSV Bissingen ist allerdings reichlich schwer. Das liegt zum einen an der Offensivstärke des Fünftplatzierten, zum anderen an der äußerst problematischen Personalsituation der Nullachter.

Neben den Verletzten Benedikt Haibt, Stjepan Geng, Damian Kaniski, Nico Tadic und Valentin Vochatzer fallen in Bissingen noch weitere Akteure aus. Tobias Weißhaar hat einen zweiwöchigen Urlaub angetreten und Daniel Wehrle ist beruflich verhindert. Die Mannschaft stellt sich diesmal fast von selbst auf, zumal auch mehrere, in Frage kommende Akteure aus der U23 verhindert sind. „Wir müssen ein bisschen improvisieren“, sagt Trainer Jago Maric mit Understatement. Und: „Es ist schon schade, dass wir beim Gastspiel bei so einem Spitzenteam derart stark dezimiert auflaufen müssen.“ 15 Feldspieler werde er aber wohl auf die Beine stellen können, meint Maric.

Vor allem dank solch offensivstarker Akteure wie Marius Kunde oder Sebastian Gleißner hat der FSV Bissingen bereits 18 Treffer erzielt. Damit hat der Klub aktuell den drittbesten Sturm der Liga. Die Kehrseite: Die Bissinger haben auch bereits 16 Tore kassiert. An diesem Hebel gilt es anzusetzen. Maric hofft deshalb darauf, dass sich sein Team Torchancen erspielt und diese auch kaltblütig nutzt. „So oder so müssen wir hoch konzentriert gegen den Ball arbeiten – ansonsten haben wir angesichts der Vorbedingungen ohnehin nicht viel zu verlieren“, so der Trainer, der sich im Nachhinein noch einmal über den Sieg gegen den Freiburger FC freut. „Das war wirklich wichtig.“

Ein erstes Ziel bei dem bevorstehenden Auswärtsspiel ist es, angesichts der Staugefahr pünktlich durch den Großraum Stuttgart zu kommen. Die Abfahrt in Villingen wurde deshalb auf 15 Uhr terminiert. Sollte der FC 08 auf der Rückfahrt einen Punkt im Gepäck haben, wären die Verantwortlichen zweifelsohne zufrieden – nicht nur, weil dann die Serie weiter Bestand hätte. Schließlich bleibt die vage Hoffnung, zu Beginn der Englischen Woche beim Pokalspiel am „Tag der Deutschen Einheit“ (3. Oktober) beim Verbandsligisten SC Lahr wieder ein, zwei personelle Alternativen mehr zu haben.