Fußball-Landesliga: SV Geisingen – FC Furtwangen (Mittwoch, 15 Uhr). (daz) In der auf Wunsch der Gastgeber vom kommenden Wochenende vorgezogenen Partie treffen zwei Mannschaften aufeinander, die am vergangenen Wochenende ohne Punkte vom Platz gingen. Vor allem Furtwangen ist nach erst einem Saisonsieg und sechs Punkten schon unter Zugzwang. Die Gastgeber kassierten bei der 0:2-Niederlage in Walbertsweiler viel Lob, aber keine Punkte. Sie gehen mit bereits elf Punkten in das Derby.

Geisingen schien am Samstag in Walbertsweiler auf einem guten Weg, zumindest einen Punkt zu entführen. Nach 17 Minuten zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt und fortan lag Geisingen zurück. „Keiner der 22 Spieler wusste warum. Das wird für immer das Geheimnis des 23. Manns bleiben“, sagt Geisingens verletzter Spielertrainer Marijan Tucakovic, der in Walbertsweiler eine der besten ersten Halbzeiten seiner Spieler seit dem Aufstieg sah. Nur einen ärgerlichen Aspekt gab es: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Da hilft uns dann das viele Lob der Gastgeber auch nicht weiter.“

Tucakovic sieht sein Team nach der Niederlage wieder unter Zugzwang: „Die Liga ist verrückt. Drei Punkte mehr und du klopfst ganz oben an, drei Punkte weniger und du stehst auf einem Abstiegsplatz.“ Um nicht in die gefährliche Zone zu rücken, erhofft sich Tucakovic gegen Furtwangen drei Zähler. „Wir haben vor Furtwangen viel Respekt. Das ist eine Mannschaft, die seit Jahren in der Liga eine ausgezeichnete Rolle spielt und uns in punkto Erfahrung einiges voraushat. Dass es bei ihnen gegenwärtig nicht so läuft, macht die Sache für uns eher schwieriger“, befürchtet Tucakovic. Der Trainer überlegt, ob er auf die gleiche Elf wie in Walbertsweiler setzt, tendiert aber zu ein bis zwei Änderungen aus taktischen Gründen. Alle Spieler außer ihm sind fit und einsatzbereit.

Furtwangen spielte bei der 1:3-Heimniederlage am Sonntag gegen Stockach teilweise sehr guten Fußball, stand aber am Ende mit leeren Händen da. „Langsam wird es Zeit für den zweiten Saisonsieg, ansonsten verlieren wir den Anschluss an das Mittelfeld“, sagt Trainer Markus Knackmuß. Der Coach war in den vergangenen Wochen bemüht, keinen zusätzlichen Druck aufzubauen. Doch mittlerweile lässt sich diese Betrachtung nicht mehr vermeiden. „Wir hatten gegen Stockach sieben ganz klare Möglichkeiten. Der Gast hatte vier und macht daraus drei Treffer, die noch dazu alle viel zu einfach gefallen sind“, konstatiert Knackmuß. Mindestens sechs Furtwanger Spieler hätten sich am Sonntag in die Torschützenliste eintragen können. Da zeigte auch das vergangene Woche verstärkte Torschuss-training keine Wirkung.

Wieder im Furtwanger Kader sind Tim Geiger und Patrick Staudt. Dagegen steigen Lukas Schmitz, Jakob Prezer und Steffen Holzapfel erst diese Woche wieder in das Lauftraining ein. Bei diesem Trio und bei Jan Meier zeichnet sich noch kein Einsatz ab. Knackmuß hofft, dass die Abschlussschwäche nicht zu einer Blockade führt und spricht noch einen weiteren Aspekt an. „Uns ist das Glück aktuell nicht hold, aber bei unserem großen Aufwand muss es zurückkommen.“

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