Fußball-Kreisliga B, Staffel 2: Mit der SV Unadingen/Dittishausen schaffte in der vergangenen Saison nur eine Mannschaft aus der Kreisliga B 2 den Sprung in die Kreisliga A. Der TuS Oberbaldingen hingegen ging den umgekehrten Weg. Ein Top-Favorit scheint diesmal nicht in Sicht. Vier, fünf Teams werden gute Chancen auf einen der ersten zwei Plätze eingeräumt.

Frühzeitig stand in der vergangenen Runde der Abstieg des TuS Oberbaldingen aus der Kreisliga A fest. Die Mannschaft brach danach nicht auseinander. Im Gegenteil: Trainer Claudio Andreotti gelang es, einige vielversprechende Neuzugänge zu gewinnen. „Wir setzen uns nicht mit einer Platzvorgabe unter Druck. Wir wollen in der Tabelle so weit wie oben mitspielen und in erster Linie einen attraktiven Fußball bieten. Im Vordergrund steht die Entwicklung der Mannschaft“, sagt Andreotti. In den Vorbereitungsspielen sah der Übungsleiter gute Ansätze. „Wir haben eine gute Trainingsbeteiligung . Favoriten sind für mich eher Wolterdingen und Mundelfingen“, ergänzt Andreotti.

Mit den Plätzen vier und zwei setzte sich FC Wolterdingen zuletzt in der Spitzengruppe der Staffel fest. Gelingt nun diesmal der große Wurf? Einige der Konkurrenten trauen diesen der Elf von Trainer Luis Concalves zu. Wie aber hat die Elf den verpassten Aufstieg weggesteckt? Ist die Enttäuschung noch da oder wird Platz zwei eher als Motivation angesehen? Wolterdingen scheint so nah wie selten zuvor die Chance zu haben, sich ein Ticket für die Kreisliga A zu lösen.

Neben Wolterdingen wird auch der SG Döggingen/Hausen vor Wald eine große Chance eingeräumt. Viele sehr talentierte junge Spieler wurden in der Kader der Trainer Javier Invernot und Michael Hägele aufgenommen. „Wir sehen uns nicht als Titelfavorit“, sagt Invernot und ergänzt: „Drei, vier Mannschaften, da zähle ich Wolterdingen und Mundelfingen dazu, haben Titelchancen. Wir wollen mit in diesen Kreis hinein, wissen aber auch, dass gerade die jungen Spieler noch etwas Zeit brauchen in ihrer Entwicklung. Diese wollen und werden wir ihnen geben.“ Invernot hält die Staffel für noch ausgeglichener als in der vergangenen Saison. Wer die beste Konstanz zeige, und zudem vom Verletzungspech verschont werde, könne den Titel holen.

Der SV Mundelfingen geht in die dritte Saison in der Kreisliga B. Trainer Franz-Xaver Rech hat in der vergangenen Saison neue Impulse gesetzt. „Wir sind kein Meisterschaftsfavorit. Ich kenne die jungen Spieler, die nach Döggingen gegangen sind. Wenn ihnen der nächste Schritt gelingt, ist Döggingen für mich ein heißer Kandidat“, sagt Peter Allaut, Vorsitzender in Mundelfingen. Allaut: „Wenn diese den vierten Platz der vergangenen Saison bestätigt, wird bei uns keiner enttäuscht sein.“

Die vergangenen drei Spielzeiten schloss die SG Aulfingen/Leipferdingen auf den Plätzen vier, drei und fünf ab. Für ganz oben reichte es nicht. Die Elf wird von Steffen Grotta trainiert und hat mit Heiko Enoch weiterhin einen routinierten Spieler in seinen Reihen, der immer für Tore gut ist. In den Testspielen gab es teils hohe Niederlagen.

Eine ganz schwache Saison spielte zuletzt der FC Bad Dürrheim II. Immer wieder fehlte es an Spielern und so war die Rückkehr in die Kreisliga A schnell kein Thema mehr. Es mussten sogar Spiele abgesagt werden. „Wir haben weiterhin keinen festen Kader für die zweite Mannschaft. Wir setzen auf Spieler aus dem Landesliga-Kader und den A-Junioren. Natürlich wäre eine Rückkehr in die Kreisliga A ein Ziel, doch unter den gegebenen Voraussetzungen halten wir uns zurück“, sagt Trainer Christoph Raithel. Er sieht Mundelfingen und Wolterdingen in einer besseren Ausgangslage.

Schwer einzuschätzen ist im Vorfeld die Leistungsstärke des SV Ewattingen. Trainer Werner Büche und seine Spieler werden versuchen, eine ähnliche Platzierung wie vergangene Saison (Platz 6) zu erreichen. Stark waren zuletzt die Defensivleistungen. Ewattingen kassierte 2018/19 die wenigsten Gegentreffer (29) in der Staffel. Gelingt es, daran anzuknüpfen, könnten durchaus einige Favoriten geärgert werden.

Nach einem einjährigen Abstecher in die Staffel 4 ist der FC Gutmadingen II zurück in der B 2. Für Trainer Franco di Trani wird es wichtig sein, dass die Spieler im Reserveteam für höhere Aufgaben weiter entwickelt werden. Außerdem sollen zuvor verletzte Landesliga-Spieler der Gutmadinger in der zweiten Mannschaft Spielzeit bekommen .

Erneut einen personellen Umbruch mit Trainerwechsel gab es beim FC Hüfingen. Alexis Pascariello ist nach längerer Pause wieder auf die Trainerbank zurückgekehrt. In den jüngsten vier Testspielen gab es nur einen Sieg und knappe Niederlagen. Platz neun der vergangenen Runde gilt es zu verbessern, was sicherlich nicht einfach wird.

Deutlich verstärkt und zuversichtlich geht der TuS Blumberg in die neue Saison. Dreimal stand zuletzt in Folge Abschlussplatzierung zehn. Nun soll es deutlich nach oben gehen. „Wir müssen den nächsten Schritt machen. Ein Platz unter den besten Fünf sollte für uns nicht utopisch sein“, sagt Trainer Frank Berrer. Bekanntester Neugang ist Fabian Jakob (SG Riedböhringen/Fützen). „Nach einem Übergangsjahr muss die Lücke zu den besten Teams der Staffel weiter geschlossen werden. Das sollte machbar sein“, ergänzt Berrer, der Wolterdingen, Mundelfingen, Döggingen ganz oben erwartet.

Der FC Grüningen hatte zuletzt ein Abo auf den letzten Tabellenplatz. Trotz der ständigen Misserfolge brachte es dem Verein viele Sympathien ein, denn Grüningen gab auch in schweren Situationen nie auf. Mit Christian Kraus wurde nun ein Trainer gewonnen, der weiß, wie in der Liga Meisterschaften gewonnen werden. Ihm gelang das zuletzt mit der SG Kirchen-Hausen. „Wir gehen zuversichtlicher in die kommende Saison. Wir haben neue Spieler und damit auch mehr Möglichkeiten“, sagt Vorsitzender Ralf Fien.