Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Mit fünf Partien startet am Sonntag die Kreisliga A 1 in die neue Saison. Als mögliche Titelanwärter gelten die Bezirksliga-Absteiger FC Fischbach und FC Fischbach. Auch Rietheim und Hajduk wird einiges zugetraut.

Erst in der Schlussphase der vergangenen Saison verspielte der FC Fischbach seine Bezirksliga-Zugehörigkeit denkbar knapp. Unter dem neuen Trainer Michael Wildermann steht nun ein Neuaufbau an, nachdem es Abgänge, unter anderem Torjäger Gerd Müller (Marbach), gab. „Ich mache den Erfolg unserer Mannschaft nicht an einem konkreten Platz in der Tabelle fest. Wir stecken mitten im Entwicklungsprozess, der seine Zeit brauchen wird. Es ist schön, dass es in Fischbach viele junge Spieler gibt, die viel lernen wollen. Wir sind kein Titelfavorit“, sagt Wildermann, für den die Liga Neuland ist.

Eine Nummer zu groß war in der vergangenen Saison für den FC Weilersbach die Bezirksliga. Frühzeitig stand der Abstieg fest. Weilersbach setzt weiterhin auf Trainer Nunzio Pastore. „Es ist eher unrealistisch, dass wir ganz oben mitspielen, denn uns haben einige Spieler verlassen und andere stehen nur sporadisch zur Verfügung. Um einen größeren Kader zu haben, wurde die zweite Mannschaft nicht gemeldet. Wir werden sicherlich eine Saison brauchen, um uns wieder neu aufzustellen“, sagt Pastore. Als Titelfavoriten stuft er Rietheim und Hajduk ein, betont aber auch: „Ich rechne mit einer sehr ausgeglichenen Staffel ohne Ausreißer nach oben oder unten.“

Mit dem neuen Trainer Svend Fochler startet Vizemeister FC Brigachtal in die Saison. Mit Blust und Stromberger haben die Brigachtaler zwei Leistungsträger verlassen. „Bevor ich mich auf ein Saisonziel festlege, müssen wir erst einmal ein paar Spieltage absolviert haben. Mit der Vorbereitung bin ich nicht zufrieden, denn es gab ein ständiges Kommen und Gehen, sodass über die wirkliche Leistungsstärke der Mannschaft kaum etwas sagen kann.“ Auf dem Papier würde sich der Kader gut lesen, doch in der Praxis habe das Team noch nie in der Zusammensetzung gespielt. Fochler ist etwas skeptisch und sieht Teams wie Weilersbach, Fischbach und Rietheim als potenzielle Anwärter für die oberen Plätze.

Seit drei Spielzeiten hat sich der NK Hajduk VS mit den Plätzen zwei, vier und drei in der Spitze der Liga etabliert. Gelingt der Elf von Trainer Davor Koprivnjak diesmal der große Wurf? In den vergangenen Jahren erwies sich die Mannschaft oft als Spätstarter und musste immer einem Rückstand nachrennen. Je länger die Saison dauerte, umso stärker wurde die Elf. „Wir sind erst in dieser Woche wieder in das Training eingestiegen. Das Ziel ist eine Platzierung unter den besten Fünf, wobei es durch die zwei Absteiger noch schwieriger wird“, sagt der Hajduk-Trainer.

Die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach startet mit dem neuen Spielertrainer Gianvito Romeo in die Saison. Romeo verfolgt gleich ehrgeizige Ziele. „Wir wollen unter die besten Drei. Wir haben zwar zwei Abgänge zu verkraften, aber die Elf hat Potenzial und das Ziel ist durchaus realistisch“, sagt Romeo. Er sieht Rietheim und Schönwald als die größten Konkurrenten und freut sich auf seine erste Trainerstation. „Die Vorbereitung verlief gut. Wir haben keine verletzten Spieler und gehen sehr zuversichtlich in die neue Saison.“

Vor der vergangenen Saison galt der SV Rietheim als Titelfavorit. Ein kapitaler Fehlstart nahm frühzeitig alle Chancen auf eine Top-Platzierung und zwischenzeitlich stand die Elf sogar auf einem Abstiegsrang. Mit dem neuen Spielertrainer Markus Knackmuß zog wieder Stabilität ein. Auch diesmal gilt die Elf, in der es keine gravierenden Abgänge gab, zu den Favoriten. „Es ehrt uns, wenn uns andere Trainer so einschätzen. Primäres Ziel ist es, diesmal besser in die Saison zu finden. Dann sollte wieder ein Platz unter den fünf besten Mannschaften drin sein“, sagt Vorsitzender Felix Bickel. Er sieht Fischbach und Brigachtal als Meisterschaftsfavoriten.

Die DJK Villingen II geht in die fünfte Saison nach dem Wiederaufstieg. Trainer Adrian Schade hat erneut einige Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader übernommen und hofft, wie in den zwei vergangenen Spielzeiten, sich in der oberen Tabellenhälfte zu bewegen. Ein weiteres Ziel ist es, junge Spieler für den Bezirksliga-Kader auszubilden und die zuletzt vielen Gegentreffer (59) deutlich zu reduzieren.

Der FC Kappel verpasste 2016 den Aufstieg in die Bezirksliga in den Relegationsspielen. Seitdem hat sich die Elf von Trainer Kai Bommer im Tabellenmittelfeld der Liga einrangiert. Zuletzt gab es stets größere personelle Sorgen. Spektakulär war vergangene Saison das Torverhältnis (78:75). Es zeigt, wie gut Kappel durch die Brüder Kai und Axel Bommer in der Offensive ist, verdeutlicht aber auch die großen Defensivschwächen. Nur wenn Kappel wieder stabiler auftritt, ist mehr als zuletzt Rang sieben möglich.

Von 2014 bis 2016 gelang dem FC Schönwald der Durchmarsch von der Kreisliga B in die Bezirksliga, aus der es nach nur einer Saison zurück in die Kreisliga A ging. Da standen zuletzt zweimal Rang acht als Abschlussplatzierung. In der neuen Saison wird Schönwald mehr zugetraut, zumal mit Jörg Ringwald (Furtwangen) ein sehr erfahrener Spieler zu seinem Heimatverein zurückkehrte. Schon die zuletzt starke Rückrunde zeigte, was in der Elf von Trainer Christian Furtwängler steckt, wenn sie konstant auftritt.

Der VfB Villingen wurde in den vergangenen Jahr oft als Titelkandidat gehandelt, wurde dieser Rolle jedoch nie gerecht. Traine r Toni Szarmach mahnte immer wieder den Lern- und Entwicklungsprozess der jungen Elf an. Sind diese Spieler nun soweit um weiter oben anzugreifen? Diesmal zählt der VfB nicht zu den engsten Favoriten, zumal es auch Abgänge gab. Deutlich zu verbessern ist die zuletzt schwache Heimbilanz.

Bis zum drittletzten Spieltag musste zuletzt der FC Tannheim um den Ligaerhalt zittern. Dass es schließlich doch gut ausging, lag an den 26 Rückrundenpunkten. Franco de Rosa, der eigentlich erst zur neuen Saison einsteigen sollte, übernahm die Elf in einer schwierigen Saison und schaffte es, den Hebel umzulegen. Tannheim legte eine beeindruckende Erfolgsserie hin und blieb im Saisonfinale ohne Punktverlust. Die Tannheimer sollten nun stabiler auftreten. Primäres Ziel ist es, schnell die gefährlichen Tabellenregionen hinter sich zu lassen.

Wie Tannheim legten auch die Sportfreunde Neukirch zuletzt einige Zittereinlagen hin. Die Elf schöpfte viel zu selten ihr Potenzial aus. Die Fieberkurve weist zahlreiche Ausschläge nach oben und unten aus, was nicht zuletzt bei den vielen jungen Spielern einkalkuliert werden musste. Im Sommer übernahm mit Andreas Binder ein neuer Trainer, der mehr Stabilität in die Reihen bringen soll. Eine sorgenfreie Saison ist das klar formulierte Ziel bei den Sportfreunden.

Der SV Überauchen geht zuversichtlicher in die neue Saison als im Jahr zuvor. Mit Ilter Kozanoglu hat ein neuer Trainer die Verantwortung übernommen. Auch Förderverein und Führungsetage im Verein wurden neu besetzt, sodass der Anschluss an den FC Brigachtal vom Tisch ist. Mit Daniel Giammarino und Alexander Hildebrandt (beide Weilersbach) gab es gute Zugänge. Sehr schmerzt der Abgang Torjäger und Kapitän Bernd Weets. Bevor Überauchen wieder höhere Ziele anpeilen kann, gilt diesmal nur der Klassenerhalt als Ziel. Wird der geschafft, sind die Perspektiven deutlich besser.

Aufsteiger zählt für die SG Buchenberg/Neuhausen allein der Klassenerhalt. „Wir hatten immer einen guten Trainingsbesuch, doch die Ergebnisse der Testspiele waren eher durchwachsen“, sagt Trainer Martin Hils. Im Sommer wurden mehrere Jugendspieler in den Kader übernommen, mit denen die SG perspektivisch plant „Der Kader ist größer geworden, doch zunächst werde die erfahrenen Akteure Verantwortung übernehmen müssen“, ergänzt Hils, für den Brigachtal, Fischbach und Rietheim zu den Titelfavoriten zählen.