Fußball-Oberliga: Im dritten Versuch ist Keven Feger endlich im Friedengrund angekommen: Der 28-Jährige ist einer der Neuzugänge des FC 08 Villingen und glücklich, im dritten Anlauf das Trikot der Nullachter tragen zu können.

Keven Feger stand nicht erst seit diesem Jahr auf der Wunschliste der sportlichen Verantwortlichen des FC 08 Villingen. Der aus dem Kinzigtal stammende Rechtsverteidiger weckte bereits vor zwei Jahren erstmals das Interesse von Villingens Trainer Jago Maric, der den damaligen Spieler des Offenburger FV zum FC 08 lotsen wollte. Damals verhinderte aber Fegers berufliche Situation einen Wechsel in den Schwarzwald. Ähnlich lief es im vergangenen Jahr ab, als erneut ein Wechsel Fegers, mittlerweile in Diensten des SV Oberachern, ein zweites Mal scheiterte.

Aller guten Dinge sind jedoch drei. Nun ist der selbstständige Vermögensberater im dritten Versuch im Schwarzwald angekommen. „Die Perspektive in Villingen war für mich schon immer reizvoll. Ich habe von diesem Verein stets nur Gutes gehört. In diesem Jahr hat glücklicherweise alles gepasst, sodass der Wechsel zustande kam“, freut sich Keven Feger, der in seiner neuen sportlichen Heimat keiner langen Anlaufzeit bedurfte: „Für mich persönlich läuft es bisher fast perfekt. Ich fühle mich in der Mannschaft, im Umfeld des Vereins und im Stadion sehr wohl. Hier läuft vieles sehr professionell ab.“

Auch auf dem Platz fand sich der vielseitig auf der rechten Außenbahn einsetzbare Rechtsfuß schnell zurecht. Sowohl im DFB-Pokal als auch in den vergangenen fünf der sechs bisherigen Oberliga-Spiele gehörte der Neuzugang der Startelf an. Dass Feger sich sofort einen Status als Stammspieler erarbeitete, kommt für ihn nicht allzu überraschend. „Ich weiß, was ich kann. Schon in den Gesprächen bezüglich meines Wechsels hat mir der Trainer erklärt, dass ich spielen werde, wenn ich meine Leistung bringe.“ Nach einem nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für Feger persönlich durchwachsenen Saisonstart hat sich der Flügelspieler zuletzt stabilisiert und möchte den positiven Trend der vergangenen Wochen fortsetzen. „Im Vergleich zum Liga-Auftakt haben wir uns gefangen. Jetzt läuft es richtig gut. Wir haben uns bei den Standardsituationen verbessert, viel bessere Abstände und das Mannschaftsgefüge stimmt.“ An den Saisonzielen hat der verpatzte Start in der Oberliga nichts geändert. „Wenn wir am Samstag in Ravensburg drei Punkte mitnehmen, sind wir oben dabei. Die Liga ist sehr ausgeglichen und die Tabelle noch sehr eng. Wir haben noch alle Möglichkeiten.“

Persönliche Ziele steckt sich Keven Feger nicht. „Ich möchte einfach nur gesund bleiben“, sagt der 28-Jährige. Vielmehr steht für ihn der mannschaftliche Erfolg im Vordergrund. „Wir wollen in der Liga oben mitspielen und vielleicht wieder den Verbandspokal gewinnen.“ Dann wäre ihm womöglich das dritte DFB-Pokalspiel seiner Karriere vergönnt. Mit dem Offenburger FV spielte er im Jahr 2012 bereits 26 Minuten lang gegen den FC St. Pauli, in diesem August stand er über die kompletten 120 Minuten für die Nullachter gegen Fortuna Düsseldorf auf dem Platz. „Das war ein überragendes Erlebnis. Das Stadion, das Wetter, der spannende Spielverlauf – es war alles fast ideal.“ Zur Perfektion fehlte nur ein Sieg. Vielleicht gelingt ihm dieser im dritten Anlauf im DFB-Pokal – ähnlich wie bei seinem Wechsel zum FC 08 Villingen.