Basketball, ProA: Die 75:96-Packung der wiha Panthers Schwenningen bei den Uni Baskets Paderborn war der erste herbe Rückschlag für den Aufsteiger in der laufenden Saison. Unruhe kommt am Neckarursprung nach der vierten Niederlage in Serie aber noch längst nicht auf.

Panik: „Es war eine harte Woche mit einer schlechten Vorbereitung. Wir sind mehr als 2000 Kilometer im Bus gesessen, hatten ein schlechtes Hotel und konnten nicht zu unseren gewohnten Zeiten in der Halle trainieren. Das hat alles eine Rolle gespielt. Dann kann es passieren, dass wir gegen Paderborn auf den Sack bekommen“, erklärt Trainer Alen Velcic die Niederlage bei den bis dato sieglosen Ostwestfalen. Der Gameplan sei zunächst wie gewünscht aufgegangen, doch dann kehrte Nervosität in die Panthers-Mannschaft. „Zwei Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte ist Paderborn davongezogen. In solchen Momenten verfallen wir noch zu oft in Panik, anstatt ruhig zu bleiben. Wir haben uns dann in Einzelaktionen verstrickt. Das sind klassische Rookie-Fehler, die im Laufe der Saison aber weniger werden“, ist sich Velcic sicher.

Positiv: Es war nicht alles schlecht in Paderborn. Sean Lloyd beispielsweise spielte in 19 Minuten ordentlich, zeigte mit genauso vielen Punkten seine statistisch bislang produktivste Leistung und war erfolgreichster Scorer seines Teams, auch wenn er noch zu oft mit dem Kopf durch die Wand wollte. Erneut gewannen die Panthers das Rebound-Duell, zudem reduzierten die Schwenninger im Vergleich zum Spiel in Chemnitz die Zahl der Ballverluste deutlich. Außerdem kamen auch Noah Kamdem sowie Filip Kukic, bislang eher Reservisten, zu Einsatzzeiten.

Startschwierigkeiten: Trotz der vierten Niederlage in Serie und dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz bleiben die Aufsteiger gelassen. „Das Auftaktprogramm war nicht einfach, zudem müssen sich vor allem die Rookies noch ein wenig finden. Daher habe ich es schon vor der Saison für möglich gehalten, mit einer 1:4-Blanz in die Saison zu starten“, sagt Velcic, der aber weiterhin an seinem Saisonziel festhält. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und die Playoffs erreichen werden.“ Nur müssen dafür langsam die ersten Resultate folgen. „Ich bin es satt zu hören, dass wir gut spielen, aber dennoch verlieren. Wir müssen unsere Leistungen in Punkte ummünzen.“

Bestenfalls schon am kommenden Freitagabend, wenn die Panthers bei den Nürnberg Falcons gastieren. Einfacher als in Paderborn wird diese Aufgabe keineswegs: Die Franken sind mit vier Siegen aus fünf Spielen gut in die Saison gestartet. Velcic: „Natürlich erwarten sie einen Sieg. Für uns ist es aber nicht unmöglich, dort zu gewinnen.“

Zuversicht: Die Schwenninger werden sich nicht lange mit der Niederlage in Paderborn aufhalten. Nach einer Videoanalyse des Spiels am Montag richtet sich der Blick bereits nach vorne. „Es bleibt nicht viel Zeit, um Wunden zu lecken. Jammern bringt uns auch nicht weiter, sondern nur die Vorbereitung auf den nächsten Gegner“, erklärt Velcic. Vor allem die Verteidigung des Pick-and-Rolls sowie von gegnerischen Blöcken zum Freispielen von Dreierschützen stehen in den kommenden Tagen weit oben auf der Agenda.

Spitzenduo: In der Tabelle der ProA kristallisieren sich nach fünf Spieltagen die Spitzenteams langsam heraus. Die beiden Bundesliga-Absteiger Bremerhaven und Jena führen die Liga ungeschlagen an. Dahinter lauern die Verfolger mit vier Erfolgen, darunter auch der kommende Panthers-Gegner Nürnberg. Am Tabellenende wartet Kirchheim weiterhin auf die ersten Punkte, davor stehen sechs Mannschaften mit je einem Sieg.