Eishockey: Eine Woche vor dem Auftaktspiel gegen den ERC Ingolstadt versemmelten die Schwenninger Wild Wings ihre Generalprobe. Sie unterlagen am vergangenen Freitagabend vor 2236 Zuschauern mit 4:5 gegen die kanadische Collegemannschaft Carleton Ravens. Mit dem Auftritt seines Teams war Schwenningens Trainer Paul Thompson alles andere als zufrieden, ja sogar genervt. „Allerdings habe ich schon häufiger erlebt, dass manche Spieler beim letzten Vorbereitungsspiel im Kopf schon eine Woche weiter und deshalb nicht richtig bei der Sache seien. Das hat man auch bei uns gemerkt“, sagt der 51-Jährige. Thompson jedenfalls will trotz der mäßigen Vorstellung von einem drohenden Fehlstart in die DEL-Saison nichts wissen. „Vielleicht haben wir unter der Woche auch ein bisschen zu viel trainiert. Um die Energiereserven wieder aufzufüllen, hat die Mannschaft am Wochenende frei“, so der Brite.

Wenn Thompson die Mannschaft wieder zum Training bittet, will der Coach den Spielern bei einem Meeting seine Kapitänswahl mitteilen. Vorher lässt er sich nicht in die Karten schauen. Aus gutem Grund: „Ich möchte erst die Mannschaft informieren.“

Das Spiel gegen die junge und läuferisch starke Mannschaft aus Kanada hat gezeigt, dass die Wild Wings noch einiges an Arbeit vor sich haben, insbesondere im Defensivverband um Torhüter Dustin Strahlmeier, der in einigen Situationen nicht sicher wirkte. Etwas Positives nahm Thompson jedoch aus der Partie gegen die „Raben“ mit: „Es hat sich glücklicherweise niemand mehr verletzt. Bis auf Simon Danner, der am Montag eine Untersuchung hat, ist der Kader fit.“ Auch die leicht angeschlagenen Christopher Fischer, Mirko Sacher und Daniel Weiß haben die Generalprobe gut überstanden.