Ringen: (lh) Regionalligist KSV Tennenbronn ist ein echter Transfercoup gelungen. Die Tennenbronn haben den mehrfachen Deutschen Meister Florian Neumaier (75 kg) vom ASV Nendingen verpflichtet. Beide Vereine bestätigten auf Anfrage den spektakulären Vereinswechsel des Ex-Mühlenbacher Griechisch-Römisch-Asses.

Tennenbronn hat sich einen ganz dicken Fisch geangelt. Der 26-Jährige stellt in den Gewichtsklassen 80 kg und 86 kg eine Bank für den Regionalligisten dar und schließt einen Schwachpunkt, den die Tennenbronner zuletzt hatten. Abwechselnd waren da Thorsten Götz, Raphael Günter und Jonas Schondelmaier im Einsatz. Volker Hirt, bis Anfang des Jahres zehn Jahre lang Erfolgstrainer in Nendingen, kann Neumaiers Entscheidung nicht nachvollziehen, zumal es Angebote von Erstligisten gab. Neumaier, der vor seinem dreijährigen Gastspiel in Nendingen ein Jahr das Trikot des SV Triberg trug, verriet, dass er seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft nicht gefährden wollte. Dies wäre dann der Fall gewesen, wenn er für die ASV Nendingen GmbH in der Deutschen Ringerliga (DRL) gerungen hätte.

Statt dem Start in der Oberliga, in die Nendingen vom Deutschen Ringerbund (DRB) zwangszurückgestuft wurde, zieht Neumaier die Regionalliga vor. Die Angebote von Erstligisten seien nicht lukrativ genug gewesen und hätten eine größere Fahrtstrecke nach sich gezogen. Mit dem Bundestrainer habe er den Wechsel besprochen. Er könne in Tennenbronn physisch und konditionell auf der Höhe seine Technik verbessern. Tennenbronn biete zum gute Trainingsbedingungen.

Eine andere Sichtweise vertritt Timo Moosmann, des es vom KSV zum West-Erstligisten RC Merken zog. Moosmann wolle unbedingt in der ersten Liga ringen. Moosmann wird beim KSV in der Gewichtsklasse 66 kg eine Lücke hinterlassen. Mit Marco Bechtel, der sich dem nordbadischen Oberligisten KG Sulzbach-Laudenbach angeschlossen hat, verliert der KSV einen weiteren Freistilspezialisten, der auch im griechisch-römisch im Einsatz war.