Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Der FC Fischbach verteidigte mit einem klaren 6:1-Erfolg gegen Tannheim den vor einer Woche eroberten zweiten Tabellenplatz und bleibt erster Verfolger des verlustpunktfreien Spitzenreiters aus Rietheim. Rundum zufrieden ging Trainer Michael Wildermann dennoch nicht vom Platz. „Wir haben noch Defizite, an denen wir arbeiten müssen. Wir haben nur in der ersten Halbzeit richtig Fußball gespielt. In Halbzeit zwei haben wir zu früh den Fuß vom Gaspedal genommen. Außerdem ärgert mich der Gegentreffer, denn ich wollte zu null spielen.“ Grundsätzlich sieht Wildermann sein Team jedoch im richtigen Rhythmus. „Wenn ich jammere, dann auf hohem Niveau. Wir sind im Soll“, ergänzt der Übungsleiter.

Im Ortsderby feierte der FC Brigachtal gegen Überauchen einen wichtigen, aber eher schmucklosen 3:0-Sieg. „Der Gegner wollte uns mit seiner Spielweise etwas einlullen. Insgesamt war es kein schönes Derby. Da fehlte das Tempo und wir haben gesehen, woran wir noch zu arbeiten haben“, resümiert Brigachtals Trainer Svend Fochler. Die bisherigen 13 Punkte aus neun Partien stimmen ihn nicht zufrieden. „Wir schleppen noch die nicht zufriedenstellende Vorbereitung mit uns herum, als viele Spieler im Urlaub weilten. Wir haben noch nicht den nötigen Rhythmus. Auch in den Bereichen Kraft und Selbstvertrauen ist sicherlich mehr möglich“, ergänzt Fochler. Er will den neuen Kunstrasenplatz nutzen, um in den Übungseinheiten die Rückstände aufzuholen.

Dem VfB Villingen gelang mit dem 4:2-Erfolg in Weilersbach der zweite Auswärtssieg. „Die ersten 45 Minuten von uns waren sehr gut, und die 2:0-Pausenführung ging auch in Ordnung. Dann haben wir uns eine Auszeit gegönnt und erst nach dem 2:2-Ausgleich wieder Fußball gespielt“, sagt Stefan Drzyzga, Co-Trainer der Villinger. Es gelte noch zu analysieren, warum die Elf so schlecht aus der Kabine kam, statt mit der 2:0-Führung im Rücken eine breite Brust zu zeigen. Nach neun Partien steht der VfB bei mageren neun Punkten: Drzyzga: „So hatten wir uns das nicht vorgestellt, und das ist auch nicht unser Anspruch.“

Nach dem 3:2-Erfolg am vergangenen Mittwoch bei der SG Buchenberg hatte Gianvito Romeo, Trainer der SG Vöhrenbach/Hammereisenbach, gehofft, dass seine Elf den Schwung in die Heimpartie gegen Schönwald mitnimmt. Doch die nächste Enttäuschung folgte. Trotz zweimaliger Führung gab es eine 2:3-Heimniederlage. „Wir haben in den ersten 45 Minuten den Fußball gespielt, den ich sehen möchte. In Halbzeit zwei haben wir offenbar gedacht, dass es gegen eine ersatzgeschwächte Schönwälder Elf von allein läuft. Diese Niederlage haben wir allein uns zuzuschreiben“, resümiert Romeo. Er sieht seine Elf defensiv durchaus gut aufgestellt, doch im Angriff werden zu viele Chancen ausgelassen. „Bei der engen Konstellation in der Liga müssen wir nun gewaltig aufpassen, nicht durchgereicht zu werden. Da habe ich einen anderen Anspruch“, ergänzt Romeo.

Am vergangenen Mittwoch musste der FC Kappel die Partie bei Hajduk VS wegen fehlender Spieler absagen. Auch am Sonntag war die Mannschaft nicht komplett und kassierte gegen die SG Buchenberg eine 2:3-Heimniederlage. „Die ständigen Veränderungen nerven gewaltig. Ich habe nie die Möglichkeit, einmal die gleiche Mannschaft wie am Spieltag zuvor zu bringen. Wegen der Personalnot würfeln wir mehr oder weniger die Positionen durch. Da ist kaum mehr zu erwarten“, erläutert Spielertrainer Kai Bommer. Gegen die SG Buchenberg fehlten gleich drei Akteure aus der Viererkette. „Hinzu kommen noch einfache Fehler, die sofort bestraft werden. Es ist extrem schwierig. Wir müssen uns jetzt bis zur Winterpause irgendwie durchmogeln und hoffen, dass es danach besser wird“, so Bommer.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge schaffte die SG Buchenberg/Neuhausen in Kappel die Trendwende. „Unterm Strich zählen nur die drei Punkte, denn auch wir hatten größere personelle Sorgen. Ich musste gleich fünf Spieler ersetzen, die Mehrzahl in der zuletzt gut eingespielten Abwehr“, sagt SG-Trainer Martin Hils. Auch zwischen den Pfosten war die Not groß, ehe Dominik Link aushalf. Hils ist mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden, auch wenn die zwei Niederlagen etwas schmerzen. Nun freuen sich alle bei der SG auf den kommenden Sonntag, wenn der souveräne Tabellenführer Rietheim kommt. „Um mitzuhalten, müssen wir komplett sein. Fehlen erneut wichtige Spieler, wird es verdammt schwer. Rietheim hat eine klasse Mannschaft., Ich hoffe, unsere Fans stellen den zwölften Mann dar“, blickt Hils voraus. Ob die wichtigen Abwehrspieler zur Verfügung stehen, wird sich kurzfristig entscheiden.