Spielanalyse: Wie viele der 3227 Zuschauer in der Helios-Arena konnte auch Matthias Hoppe kaum fassen, was sich auf dem Eis abspielte. “Da fällt mir fast nichts mehr ein“, sagte der ehemalige SERC-Torhüter, um dann reihenweise aufzuzählen, was ihm am Spiel der Schwenninger überhaupt nicht gefiel. „Das Passspiel aus der eigenen Abwehr heraus war eine Katastrophe. Der Aufbau war viel zu behäbig. Kaum ein Puck erreichte den Mitspieler. Und wenn, dann war die Scheibe sofort wieder weg. Da war keine Ordnung, kein Konzept zu sehen“, bemängelte Hoppe.



Was die Wild Wings im Schlussdrittel veranstalteten, bezeichnete der Experte als „wildes Anrennen“. Und wenn die Wild Wings Chancen hatten, wurden sie (bis auf eine) vergeben. Hoppe: „Die Münchner haben die ganze Zeit nichts gemacht und sich dann gedacht: „Wenn die Schwenninger zu blöd sind, um ein Tor zu schießen, dann machen wir‘s eben.“



Und noch etwas gefiel Hoppe ganz und gar nicht: das Schwenninger Überzahlspiel. „Das Powerplay ist unser Handicap. Das merkt eine Mannschaft wie München sofort und macht Druck auf den Gegner.“ Aus einem Schwenninger Powerplay heraus entstand übrigens auch das zweite Tor des amtierenden Deutschen Meisters, der einen Fehler der Wild Wings zu einem Konter nutzte.


Und hier sind Hoppes Top Fünf
 
Joey MacDonald: Eine starke Leistung des Schwenninger Torhüters. MacDonald parierte viele Schüsse und hielt seine Mannschaft bis zum Schluss im Spiel.
Joey MacDonald: Eine starke Leistung des Schwenninger Torhüters. MacDonald parierte viele Schüsse und hielt seine Mannschaft bis zum Schluss im Spiel. | Bild: Feisst
Will Acton: Der Schwenninger Topscorer steigerte sich nach mäßigem Beginn und trumpfte im letzten Drittel ganz famos auf. Hatte mit zwei Pfostenschüssen großes Pech.
Will Acton: Der Schwenninger Topscorer steigerte sich nach mäßigem Beginn und trumpfte im letzten Drittel ganz famos auf. Hatte mit zwei Pfostenschüssen großes Pech. | Bild: Feisst
Stefano Giliati: Der Stürmer machte auch gegen München viel Tempo und setzte sich mit Einzelaktionen gut in Szene. Auf dem Eis immer aktiv und gefährlich.
Stefano Giliati: Der Stürmer machte auch gegen München viel Tempo und setzte sich mit Einzelaktionen gut in Szene. Auf dem Eis immer aktiv und gefährlich. | Bild: Bauer
Andrée Hult: Der Schwede schoss aus allen Lagen, hatte aber mit einem Lattentreffer Pech. Spielte in den ersten zwei Dritteln sehr stark. Belebt nach seiner langen Verletzungspause das Schwenninger Angriffsspiel spürbar.
Andrée Hult: Der Schwede schoss aus allen Lagen, hatte aber mit einem Lattentreffer Pech. Spielte in den ersten zwei Dritteln sehr stark. Belebt nach seiner langen Verletzungspause das Schwenninger Angriffsspiel spürbar. | Bild: Feisst
Daniel Schmölz: Erzielte kurz vor Schluss den einzigen Schwenninger Treffer und krönte damit seine engagierte Leistung. Schmölz hat von den jungen Spielern im Team der Wild Wings die besten Perspektiven.
Daniel Schmölz: Erzielte kurz vor Schluss den einzigen Schwenninger Treffer und krönte damit seine engagierte Leistung. Schmölz hat von den jungen Spielern im Team der Wild Wings die besten Perspektiven. | Bild: Feisst