3919 Zuschauer erlebten beim Spiel der Wild Wings gegen die Krefeld Pinguine eine Achterbahn der Gefühle. Die Schwenninger drehten einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung, um am Ende doch mit 3:4 nach Penaltyschießen zu verlieren. Schwenningens ehemaliger Eishockey-Torhüter Matthias Hoppe bewertet das Spiel gegen Krefeld und präsentiert seine Top Fünf.

Positiv: Eines mus man den Wild Wings lassen: Sie geben selbst nach einem 0:2-Rückstand nicht auf und kämpfen verbissen um jeden Punkt. Wenn sie einmal ihren Rhythmus gefunden haben, können sie jedem Gegner gefährlich werden.

Negativ: Die Partie gegen Krefeld war ein Paradebeispiel dafür, wie leichtfertig sich die Schwenninger immer wieder selbst ein Bein stellen und Punkte liegen lassen. Hatten sie bereits im ersten Saisonheimspiel gegen Bremerhaven bei einem 5:3-Powerplay ein Gegentor kassiert, mussten die Wild Wings gegen Krefeld jeweils bei einfacher Überzahl sogar deren zwei hinnehmen. Wer solch einen Vorteil in einen Nachteil verkehrt, darf sich nicht wundern, wenn der Gegner als Sieger vom Eis geht.

Und hier sind Hoppes Top Fünf

Joey MacDonald
Joey MacDonald | Bild: Joachim Klein

Joey MacDonald: Der Torhüter stand nach zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder zwischen den Schwenninger Pfosten. Unter diesem Aspekt lässt sich manche Unsicherheit erklären, die der 36-Jährige gegen Krefeld offenbarte. Unterm Strich aber zeigte MacDonald eine starke Partie und war Garant dafür, dass die Schwenninger bis zum letzten Augenblick die Möglichkeit hatten, das Spiel zu gewinnen.

<b>Marc El-Sayed: </b>Der Mittelstürmer war mit drei Toren der überragende Mann auf dem Eis. Ich gönne ihm dem Hattrick von Herzen. El-Sayed war gegen Ingolstadt einer der Schwenninger Aktivposten und strotzt derzeit vor Selbstvertrauen.
Marc El-Sayed: Der Mittelstürmer war mit drei Toren der überragende Mann auf dem Eis. Ich gönne ihm dem Hattrick von Herzen. El-Sayed war gegen Ingolstadt einer der Schwenninger Aktivposten und strotzt derzeit vor Selbstvertrauen. | Bild: Joachim Klein

Marc El-Sayed: Der Stürmer brachte seine Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand mit zwei Treffern wieder zurück ins Spiel, hat bereits fünf Tore auf dem Konto und führt damit gemeinsam mit Jérome Samson die interne Torjägerliste an. Lieferte sich eine herzhafte Rauferei mit dem Krefelder Kyle Sonnenburg. Der 25-Jährige erweist sich immer mehr als wertvolle Neuverpflichtung.

Kalle Kaijomaa
Kalle Kaijomaa | Bild: Joachim Klein

Kalle Kaijomaa: Der Verteidiger aus Finnland spielte in der Abwehr eine solide Partie und schaltete sich auch in den Angriff mit ein. Einen seiner Schüsse fälschte El-Sayed zum 2:2-Ausgleich ins Krefelder Netz ab.

Stefano Giliati
Stefano Giliati | Bild: Oliver Bauer

Stefano Giliati: Der Stürmerneuzugang vergab in der Verlängerung nach einem Foul an ihm zwar einen Penalty und scheiterte auch im anschließenden Penaltyschießen. Doch sein Tor zur 3:2-Führung war allein das Eintrittsgeld wert. Einfach klasse, wie Giliati über rechts davonzog, um den gegnerischen Verteidiger herum ansatzlos aus dem Handgelenk schoss und die Scheibe punktgenau in den Winkel hämmerte. Der Neuzugang brachte gegen Krefeld viel Energie ins Spiel der Wild Wings.

Seine Zeit in Schwenningen ist abgelaufen. Sascha Goc erhält bei den Wild Wings keinen neuen Vertrag. <em>Bild: Joachim </em><em>Klein</em>
Seine Zeit in Schwenningen ist abgelaufen. Sascha Goc erhält bei den Wild Wings keinen neuen Vertrag. Bild: Joachim Klein

Sascha Goc: Der Kapitän zeigte in der Abwehr an der Seite seines Partners Kalle Kaijomaa eine solide Partie. Strahlte Ruhe aus und behielt auch in brenzligen Situationen die Übersicht.