Au Backe! Damit hatte auch Matthias Hoppe nicht gerechnet. Wie die übrigen 4670 Zuschauer war er mit großen Erwartungen in die Helios-Arena gekommen, um die Wild Wings gegen Ingolstadt siegen zu sehen. Doch daraus wurde nichts. Schon nach 16 Minuten hatten die Schanzer mit fünf Toren die Partie entschieden. Und so analysiert der ehemalige Nationaltorhüter die Partie:

„Die Schwenninger wurden von ihrer eigenen Nervosität schier erdrückt. Sie waren nicht bereit, das schnelle Tempo der Ingolstädter mitzugehen und haben dem Gegner immer wieder Räume geöffnet. Diesen Platz nutzten die Gäste dank ihrer überragenden Schussqualität eiskalt. Die Schwenninger waren im ersten Drittel läuferisch, technisch, körperlich und geistig nicht auf Augenhöhe. Die Belastung, den Zuschauern gleich im ersten Heimspiel gutes Eishockey zu bieten, war einfach zu groß. Der Torhüterwechsel hätte nicht erst in der Drittelpause, sondern bereits nach dem dritten Gegentor erfolgen müssen. Nicht etwa, weil Dustin Strahlmeier an den drei Treffern allein schuld gewesen wäre, sondern um ein Zeichen für die Mannschaft zu setzen. Das hätte vielleicht psychologisch Wirkung gezeigt. Dass nach den zwei Anschlusstreffern zum 2:5 im zweiten Drittel sofort das 2:6 fiel, war natürlich Pech. Wäre den Wild Wings ein drittes Tor gelungen, hätte das Stadion gebebt. So aber nahm das Spiel seinen Lauf. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Mark Fraser. Der neue Kapitän der Wild Wings war an mehreren Gegentoren beteiligt und wirkte in seinen Aktionen zu langsam.“

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Und hier sind Hoppes Schwenninger Top Fünf

Es fiel dem Eishockey-Experten sichtlich schwer, sich für fünf Spieler zu entscheiden. Letztlich fiel seine Wahl auf diejenigen, die im zweiten und dritten Drittel wenigstens ansatzweise zeigten, dass sie durchaus über Qualitäten verfügen.

Jamie MacQueen
Jamie MacQueen | Bild: Feißt, Werner

Jamie MacQueen: Er war für mich der beste Schwenninger und erzielte zwei superschöne Tore. Auch sein Einsatz und sein Passspiel haben mir gut gefallen.

Dylan Yeo
Dylan Yeo | Bild: Feißt, Werner
Christopher Fischer
Christopher Fischer | Bild: Feißt, Werner

Dylan Yeo und Christopher Fischer: Die beiden Verteidiger hatten gute Szenen im Aufbauspiel und nutzten alle Möglichkeiten, selbst aufs Tor zu schießen. Beide können für die Wild Wings zu einer echten Bereicherung werden.

Troy Bourke
Troy Bourke | Bild: Feißt, Werner

Troy Bourke: Der kanadische Neuzugang zeigte dank seines Körpereinsatzes und seiner guten Einzelaktionen eine ansprechende Leistung.

Matt Carey
Matt Carey | Bild: Feißt, Werner

Matt Carey: Der Center der zweiten Schwenninger Angriffsreihe war stark beim Bully und setzte seine Stürmerkollegen Mike Blunden und Troy Bourke immer wieder gut ein.