Was die Personalsituation betrifft, meint  es Glücksgöttin Fortuna  in diesen Tagen nicht gerade gut mit den Schwenningern. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall der Angreifer Andrée Hult und Markus Poukkula sowie Torhüter Joey MacDonald musste bei der 1:2-Niederlage am Freitag in Wolfsburg auch noch Istvan Bartalis vorzeitig vom Eis. Der ungarische Stürmer zog sich mit Mitteldrittel eine Schulterverletzung zu.  Bartalis wird laut Wild Wings-Manager Jürgen Rumrich für einige Wochen ausfallen. Immerhin konnten die Schwenninger gegen Iserlohn dennoch vier komplette Angriffsreihen aufbieten.

Vielleicht lag es ja am Fehlen der Stammkräfte, dass sich die Wild Wings in den ersten 20 Minuten der Partie sehr schwer taten. Schon frühzeitig übernahm Iserlohn das Kommando auf dem Eis. Bei den Gastgebern war dagegen lange Zeit von gelungenen Spielzügen nicht viel zu sehen. Die Roosters benötigten zwar ein Überzahlspiel für das 0:1 durch Greg Rallo (10.). Verdient war die Gästeführung aber auf jeden Fall. Die Schwenninger kamen erst gegen Ende des ersten Drittels etwas besser in Schwung, jedoch ohne Erfolg.

Auch im Mitteldrittel fanden die  Schwenninger nicht zu der Form zurück, die in den vergangenen Wochen für den Höhenflug gesorgt hatte. Bei den wenigen Chancen zischte der Puck entweder am Tor der Roosters vorbei oder der Ex-Schwenninger Mathias Lange im Gehäuse der Gäste wehrte ihn ab. Auf der Gegenseite praktizierten die Iserlohner effektives Konterspiel. Bereits in der 22. Minute erhöhte Rallo mit seinem zweiten Treffer auf 0:2.

Wiederum ein  Konter der Gäste führte in Minute 29 dazu, dass Dustin Strahlmeier im Tor der Wild Wings zum dritten Mal geschlagen war. David Dziurzynski erhöhte auf 0:3. Von den Schwenninger kam auch danach wenig Zwingendes. Allerdings offenbarte  die Defensive der Iserlohner an diesem Nachmittag auch nur wenige Schwächen.  Auch die Umstellung der Angriffsreihen gab den Schwänen nicht den nötigen Schub.

Im Schlussdrittel sorgte der Treffer von Simon Danner in der 45. Minute zum 1:3 noch einmal für Hoffnung beim heimischen Publikum. Es wurde wieder lauter in der Helios-Arena.  Angefeuert von ihren Fans wirkten die Wild Wings nun entschlossener. Als sie zum zweiten Mal im dritten Drittel einen Mann mehr auf dem Eis hatten, brachte Jerome Samson die Wild Wings auf 2:3 heran (53.).  Jake Hansen hätte  kurz darauf fast den Ausgleich erzielt, scheiterte jedoch allein vor dem Tor an Lange. Die Zeit lief den Schwenningern davon. In der Schlussphase fehlte zudem das Quäntchen Glück zum Ausgleich.