Frauenfußball: Rund drei Stunden dauerte der Staffeltag der überbezirklichen Frauenligen in Saig. Fast die Hälfte der Mannschaften der Landesliga Staffel 2 (fünf) kommt in dieser Saison aus dem Bezirk Schwarzwald. Neben Absteiger Spfr. Neukirch und Aufsteiger TuS Bonndorf gehören Vizemeister FV Marbach, der FC Grüningen und der SV Titisee zu den zwölf Teams. Die Staffelleiterinnen Ute Wilkesmann (Überlingen) und Susanne Müller (Offenburg) stellten zusammen mit dem SBFV-Spielausschussvorsitzenden Christian Dusch (Rheinau), Verbandsschiedsrichter-Obmann Ralf Brombacher (Kandern) und Sportrichter Hans-Jürgen Bruder (Gaggenau) zahlreiche Neuerungen vor.

Die Verbandsliga, Landesliga 1 und Landesliga 2 hatten rückblickend eine ruhige Saison. Lediglich die Anzahl der Spielverzichte und Rückzüge war den Verantwortlichen zu hoch. Vor und nach der letzten Saison zogen sich zwei Verbandsligisten und vier Landesligisten zurück. Daher spielt die Verbandsliga in der kommenden Saison mit nur zehn Mannschaften, die beiden Landesligen mit jeweils zwölf. „Wir gehen davon aus, dass wir durch die Neuregelung des Aufstiegs 2020 wieder in allen drei Staffeln zwölf Teams haben werden“, so die SBFV-Frauenbeauftragte Wilkesmann.

Vom Verbandstag in Denzlingen abgesegnet, wird es 2020 erstmals „die von den Vereinen gewünschte“ Aufstiegsrelegation geben. Dann kann es drei Aufsteiger geben. Die beiden Vizemeister der beiden Landesligen spielen in Hin- und Rückspiel den Aufsteiger aus.Verzichtet einer der Vizemeister, steigt der andere automatisch auf. Verzichten beide, rückt keiner nach, weil die Tabellendritten nicht aufstiegsberechtigt sind.

Etliche Neuerungen gibt es bei den Regeln, im Schiedsrichterwesen und bei den Strafen. Ralf Brombacher erklärte die neuen Regeln zum Thema Handspiel, Freistöße, Abstöße sowie die gelb-roten und roten Karten für Trainer und Betreuer auf der Bank. Nochmals machte Brombacher deutlich: „Jegliche Art von sichtbarem Schmuck ist zu entfernen. Das Abkleben wird nicht mehr geduldet. Wer dies nicht tut, hat kein Spielrecht.“ Dies gilt für Armbänder ebenso wie Pearcings im Gesicht an Ohren, Nase, Lippen, Augenbrauen.

Sportrichter Hans-Jürgen Bruder sprach von einer ruhigen Runde. „Die Frauen sind pflegeleicht, allerdings sind viele Strafen unnötig.“ Sie Summe an Strafgeldern aus insgesamt 33 Urteilen stieg um mehr als 500 Euro auf knapp über 2100 Euro. „Die Spielverzichte und das Nichtantreten beim Futsal ist mir ein Dorn im Auge“, fügte Bruder an. Zum Thema Spielertrainerinnen sagte er: „Wenn eine Trainerin, die selbst spielt, eine rote Karte bekommt und für eine bestimmte Anzahl an Pflichtspielen gesperrt wird, darf sie in dieser Zeit auch keine Trainertätigkeit ausüben.“

Beim Vereinspokal winken dem Pokalsieger 1000 und dem zweiten Finalisten 500 Euro Preisgeld. Das Pokalfinale wird erstmals nicht auf neutralem Boden ausgetragen. Der Finalort wird zwischen den Endspielgegnern ausgelost.

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