Ringen, Regionalliga: ASV Nendingen II – KSV Tennenbronn 12:13 (am) Extrem knapp aber verdient entführte Tennenbronn beim ASV Nendingen II den Sieg. Sechs Punkte Rückstand vor den beiden letzten Kämpfen waren kein Grund zur Sorge, denn Fabian Reiner stand wegen Übergewicht seines Gegners schon zuvor als Sieger fest und Luca Lehmann erfüllte die Erwartungen und machte die noch fehlenden drei Zähler perfekt.

Ein Spaziergang war die Aufgabe für Luca Lehmann freilich nicht, denn sein Gegner Denis Rubach holte die erste Zwei für sich selbst und war auf Verteidigung bedacht. Bis zur Pause erreichte Lehmann noch die 6:2-Führung, doch erst in der letzten Kampfminute fielen die letzten Wertungen zum erforderlichen Vorsprung. Doch nicht nur Lehmann, sondern nahezu das gesamte KSV-Team leistete mit Siegen oder nur knappen Niederlagen einen Beitrag zum Erfolg.

Im Kampf der beiden deutschen Meister Leon Gerstenberger und Timo Moosmann hatte der Junior aus Tennenbronn die größeren Kraftreserven und raubte dem A-Jugendlichen aus Nendingen in der Schluss-Offensive den Sieg. Peter Lehmann war der beherrschende Ringer und hatte zwölf Punkte Vorsprung, als er Yunus-Emre Bakir in der fünften Minute aufs Kreuz legte. Diesen vier Tennenbronner Einzelsiegen standen sechs für Nendingen gegenüber – in den vier oberen Klassen allerdings so hauchdünn, dass sie jeweils nur einen Mannschaftspunkt für Nendingen einbrachten. Dimitar Kumchev verlor gegen David Stumpe, Marco Bechtel nach starker Leistung gegen Marc Buschle ebenfalls knapp. Thorsten Götz legte mit einer Fünfer-Wertung einen perfekten Start hin und zehrte im Verlauf des Kampfes von diesem Vorsprung.

Dass es am Ende noch ein knapper Sieg des Gegners Maximilian Stumpe wurde, dürfte Götz selbst am meisten geärgert haben. Sehr clever und mannschaftsdienlich rang Timo-Marcel Nagel gegen den starken Pascal Koch. Seine knappe 4:5-Niederlage war gleichzeitig auch die bisherige Bestleistung gegen diesen Gegner.

Aus dem Nendinger Bundesligakader traten Alexandru Vasile Botez und Donior Islamov auf die Matte und dem übermächtigen Gegner Tribut zollen mussten Robin Moosmann und Adrian Stockburger. Beide verloren vorzeitig durch technische Überlegenheit der Nendinger. Ein gehöriger Schreck fuhr den Tennenbronnern in die Glieder, als im letzten bedeutungslosen Freundschaftskampf Fabian Reiner nach einer Aktion des acht Kilo zu schweren Louis Vincent Stumpe bewusstlos auf der Matte liegen blieb. Trainer Matthias Brenn warf sofort das Handtuch. Reiner erholte sich glücklicherweise schnell wieder und steht für die nächsten Kämpfe zur Verfügung.