Fußball, südbadischer Pokal, 1. Runde: FC Löffingen – FC Radolfzell 0:1 (0:1). („Schade.“ Mit einem Wort fasste Uli Bärmann, Trainer des FC Löffingen, die 90 Pokalminuten zusammen. Denkbar knapp verpasste der Landesligist die kleine Überraschung gegen das Team der Verbandsliga. Chancen hatten die Löffinger einige, die größte Kim Hirschbolz, der jedoch mit einem Elfmeter den Ausgleich verpasste.

Bärmann hatte vor der Partie seinen Spielern mit auf den Weg gegeben, möglichst das komplette Potenzial abzurufen. Wenn die Elf die beste Leistung zeige, sei letztendlich das Ergebnis zweitrangig. Womit aber kaum jemand rechnete: Löffingen schnupperte an der Überraschung, weil die Mannschaft ganz nach Bärmanns Willen agierte und vor allem in Halbzeit zwei eine Topleistung abrief.

Schon in der Anfangsphase ergaben sich Möglichkeiten, doch den Treffer machten die Gäste. Nach einer Hereingabe nutzte Torjäger Alexander Stricker aus dem Gewühl im Strafraum die Chance und unterstrich seine Abschlussstärke. Löffingen schüttelte sich kurz, steckte den Rückstand jedoch schnell weg und drückte seinerseits. Dennoch war Bärmann mit den ersten 45 Minuten nicht rundum zufrieden. „Wir haben etwas zu träge gespielt, vielleicht auch etwas zu ängstlich.“

Nach dem Seitenwechsel witterten die Gastgeber ihre Chance. Es war nun ein echter Pokalfight und kaum ein Ligaunterschied zu erkennen. Für die Zuschauer eine unterhaltsame Partie, die in Minute 75 ihren Kulminationspunkt erreichte, als der Schiedsrichter auf Elfmeter für Löffingen entschied. Hirschbolz scheiterte aber mit seinem Schuss und hatte auch zehn Minuten später bei einer weiteren guten Abschlussgelegenheit nicht das nötige Quäntchen Glück. „Die Chance, den Favoriten aus dem Pokal zu werfen, war da, weil wir an uns geglaubt haben. Zumindest eine Verlängerung hätte meine Elf verdient gehabt. Ich hätte meinen Jungs auch gern 120 Minuten zugeschaut“, so Bärmann. Tor: 0:1 (35.) Stricker; SR: Michaelis; Zuschauer: 100.

FC Löffingen: Osek, Schwirtz, Weißenberger, Hofmann, Hirschbolz, Kaufmann, Schuler, Isele, Benz, Kopp, Ketterer.