Fußball-Landesliga: FC Furtwangen – FC Schonach (Freitag, 19 Uhr). Dieses Duell der Nachbarn verspricht stets Brisanz und besondere Vorfreude. Vier Punkte holten die Schonacher in der vergangenen Saison aus den zwei Derbys gegen die Furtwanger. Aktuell steht bei den Furtwangern nach zwei Spieltagen noch eine Null auf dem Punktekonto bei 1:8 Toren. Schonach hingegen feierte zuletzt einen Heimsieg und könnte mit einem weiteren Zähler sicherlich gut leben. Da beide Orte nur rund 15 Kilometer trennen, zeichnet sich eine gute Zuschauerkulisse ab.

Der jüngste Sieg der Schonacher gegen Walbertsweiler hat Furtwangens Spielertrainer Markus Knackmuß weniger überrascht. „Schonach ist zweikampfstark und hat auf dem eigenen und kleineren Platz immer Vorteile. Auch wir müssen gegen diese Elf die Zweikämpfe annehmen, um zu bestehen“, sagt Knackmuß. Er führte unter der Woche einige Einzelgespräche mit den Spielern, denn die drei Auftaktniederlagen (inklusive Pokalspiel) haben bei Knackmuß die ersten Alarmglocken läuten lassen. „Wir können sicher nicht immer einen Fehlstart so gut wegstecken wie in der vergangenen Saison. Vor allem die acht Gegentreffer in den beiden Punktspielen sollten uns wachrütteln. Wir müssen wieder stabiler stehen. Es gibt einige Dinge, die verbessert werden müssen“, so Knackmuß.

Fehlen wird bei den Bregtälern der zuletzt verletzt ausgeschiedene Jakob Prezer, bei dem eine Bänderverletzung diagnostiziert wurde. Dafür gibt es einige Rückkehrer, die den Bregtälern Hoffnung verleiten. In erster Linie Jens Fichter, den Knackmuß zuletzt schmerzhaft vermisste. „Mit seiner Dynamik ist er eine feste Größe bei uns.“ Auch Lucas Schmitz und Felix Ganter bieten sich als zusätzliche Alternativen an, sodass Knackmuß möglicherweise diesmal nicht spielen muss. Sie alle sollen mithelfen, die ersten Punkte einzufahren.

Obwohl Alex Fischinger erst seit dieser Saison die Schonacher trainiert, kennt er die Brisanz zwischen beiden Vereinen. „Nicht selten war es in der Vergangenheit für einige das Spiel des Jahres mit vielen Zuschauern aus beiden Orten.“ Fischinger möchte die Brisanz gerne etwas herausnehmen und hat seine Spieler dahingehend aufgebaut, die zuletzt gezeigten Leistungen weiter zu verfeinern und die Schwächen abzubauen.

Der Schonacher Coach hat allerdings Personalsorgen vor dem Derby. So ist der Einsatz von zwei Neuzugängen sehr fraglich. Vladimir Klasic hat sich im vergangenen Heimspiel eine schmerzhafte Rippenverletzung zugezogen. Gildas Asongwe, zuletzt Doppel-Torschütze, arbeitet im Schichtdienst am Freitagabend. „Wir versuchen, seinen Einsatz zu ermöglichen, was nicht einfach ist. Sollten tatsächlich beide ausfallen, wäre das eine große Schwächung für uns“, ergänzt Fischinger.

Der Schonacher Coach ließ zuletzt am Montag und Dienstag trainieren und gab anschließend zwei Tage frei. Er hofft, dass seine Spieler sich ganz auf das Spiel konzentrieren und weiß, dass die ohnehin schon schwere Aufgabe durch die bisherigen null Punkte der Furtwanger nochmals schwer geworden ist.

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