Fußball-Verbandsliga: Reiner Scheu, Trainer des FC Bad Dürrheim, hatte es schon vor dem Anpfiff zur neuen Saison befürchtet: "Es kann durchaus sein, dass wir mit nur wenigen Punkten aus den ersten Spielen gehen." Nach zwei Partien und 180 Minuten steht immer noch die Null. Dem 0:2 gegen Kehl folgte am Samstag ein 1:5 beim Freiburger FC. Somit wird für die Kurstädter schon die nächste Partie gegen Endingen (1 Punkt) wegweisend. Gelingt es, sich zumindest etwas aus dem Tabellenkeller zu befreien oder muss sich die Elf auf einen längeren Aufenthalt einstellen?

"Ich sehe die Situation nicht so schwarz", sagt Bad Dürrheims Vizechef Aleander Thumer und ergänzt: "Wir haben in Freiburg sehr starke erste 45 Minuten gespielt. Der 1:1-Ausgleich Sekunden vor dem Pausenpfiff hat uns aus dem Rhythmus gebracht. In den zweiten 45 Minuten waren wir allerdings chancenlos. Da war ein Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften, daran gibt es nichts zu beschönigen." Neben dem Gegentor mussten die Kurstädter mit Ali Sari und Nico Tadic in der Pause auch zweimal wechseln. Fortan ging die Linie im Spiel verloren. Thumer: "Freiburg wird in der Verfassung nur scher aufzuhalten sein. Es gibt andere Mannschaften in der Liga, gegen die wir gewinnen müssen."

Noch immer gibt es keine Lösung bei den zwei Togolesen Gandi und Ourotagba, die weiterhin in der Asylunterkunft in Esslingen untergebracht sind und seit drei Wochen nicht mehr mit der Mannschaft trainiert haben. Sie wurden wieder für das Spiel geholt und kamen zu Einsätzen. "Wir haben schon mehrere Anträge verfasst, um sie hierher zu bekommen. Ich hoffe, dass wir diese Woche zu einer Lösung kommen", fügt Thumer an.

Umstellungen sind gegenwärtig auch weiterhin in der Abwehr Programm. Sheriff Bah und Jonas Schwer als zentrale Spieler fallen aus. Felix Schaplewski spielte am Samstag, obwohl er Stunden vorher noch im Urlaub war. Gleiches gilt für Joshua Woelke. "Natürlich sind die ersten Ergebnisse nicht schön, aber ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir am sechsten oder siebten Spieltag gegen die Teams verlieren, gegen die wir nicht verlieren sollten. Wir müssen jetzt sehen, dass wir die personellen Probleme abstellen", fügt Thumer an.