Fußball-Oberliga: FC Nöttingen – FC 08 Villingen (Mittwoch, 19 Uhr). Das ging schnell: Am Freitagnachmittag wurde die Begegnung des FC 08 Villingen beim FC Nöttingen wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt, bereits am Mittwoch wird sie nachgeholt. Der Rasen im Nöttinger Stadion soll sich inzwischen wieder in einem deutlich besseren Zustand präsentieren.

Verändert haben sich die Voraussetzungen kaum. Allenfalls wissen die Nullachter nun, dass sie mit einem Auswärtssieg definitiv zumindest bis zum Wochenende die Tabellenspitze erklimmen könnten. Außerdem hat das Team von Trainer Jago Maric nach wie vor die Möglichkeit, die Serie der ungeschlagenen Spiele auf 13 zu erhöhen – und gleichzeitig Werbung für das südbadische Derby am Samstag gegen den starken SV Oberachern zu betreiben.

Doch zunächst gilt die volle Konzentration den „Violetten“ aus Nöttingen, die am vergangenen Wochenende ohne eigenes Dazutun auf Platz 14 abgerutscht sind. Damit haben die Akteure aus dem Teilort von Remchingen bei Pforzheim nur noch einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, was in dieser Phase der Saison freilich nur eine Momentaufnahme darstellt. „Wir werden Nöttingen keine Sekunde lang unterschätzen und wissen ganz genau um die individuelle Stärke des Gegners“, sagt Maric.

Die Gastgeber werden sicherlich alles daransetzen, um den bisherigen Saisonverlauf in den Heimspielen zu korrigieren. Zwar stellt das Team von Michael Wittwer die beste Auswärtsmannschaft der Liga, zu Hause hat man jedoch noch kein Spiel gewonnen. Zuletzt siegten die Nöttinger beim TSV Ilshofen mit 3:1. Nun wollen sie auf eigenem Platz nachlegen.

Ein Grund mehr, Marics Appell umzusetzen, von der ersten Sekunde an hochkonzentriert zu Werke zu gehen. „Wenn wir das nicht schaffen, werden wir Schiffbruch erleiden, zumal ich eine kampfbetonte Partie bei einem wirklich starken Team erwarte.“ Derweil hofft der Villinger Trainer, dass der „Heimknoten“ beim Gegner nicht ausgerechnet beim Spiel gegen die Nullachter platzt.

Personell gibt es bei den Villingern im Vergleich zu vergangenem Freitag bei den Feldspielern wenig Neues. Daniel Wehrle, der nach wie vor an einer Krankheit laboriert, wird wohl nicht nach Nöttingen mitfahren. Bei Keven Fegers Oberschenkelverhärtung wurde am Dienstag bei einer MRT-Untersuchung nichts gefunden, was Anlass zur Besorgnis gibt. Der Abwehrspieler trainierte zuletzt wieder. Ob er allerdings gegen Nöttingen zum Einsatz kommt, ist noch offen. Definitiv keine Optionen sind Nico Tadic und Benedikt Haibt. Spielen können hingegen Stjepan Geng und Damian Kaminski, die gegen Freiberg eingewechselt wurden. Sie hatten nun noch ein paar Tage mehr Zeit, in Richtung 100 Prozent zu kommen.

Ein personelles Problem hat die Verschiebung der Partie indes für den FC 08 ergeben: Andrea Hoxha ist bei der albanischen U21 im Einsatz und kann somit nicht das Tor hüten. Nachdem Marcel Bender bei seinen letzten Einsätzen aber vollauf überzeugte, ist Maric nicht bange: „Auf der Torhüterposition muss ich mir keinerlei Sorgen machen.“

Konditionell scheinen die Nullachter ebenfalls gut in Schuss. Die Zielsetzung von Maric lautet, die Serie fortzusetzen. Dafür reicht ein Unentschieden. Wenn mehr als ein Punkt herausspringt, hätte er aber auch nichts dagegen. Denn: „Wir gehen in jede Partie, um zu gewinnen.“