Fußball, Südbadischer Pokal, 2. Runde: FC 08 VillingenSC Pfullendorf (Mittwoch, 19 Uhr) Zum Flutlichtspiel in der zweiten Pokal-Runde empfängt der FC 08 mit dem Verbandsligisten SC Pfullendorf einen alten Bekannten, mit dem es im Pokal schon legendäre Aufeinandertreffen gab – nicht zuletzt auch in Endspielen. So beispielsweise 2007, als der FC 08 den damaligen Regionalligisten aus dem Linzgau beim 2:0 in Singen die Grenzen aufzeigte. Oder ein Jahr später, als es in Radolfzell wieder zu einem Finale zwischen diesen beiden Teams kam: Pfullendorf setzte sich da mit 6:5 im Elfmeterschießen (3:3 nach Verlängerung) durch, wobei die Nullachter nicht ganz unbegründet mit Schiedsrichterentscheidungen haderten.

Das ist alles Vergangenheit – nun geht es schlichtweg darum, ins Pokal-Achtelfinale einzuziehen. Das ist auch das erklärte Ziel von FC 08-Trainer Jago Maric. „Es muss unser Anspruch sein, weiterzukommen – und das möglichst innerhalb der regulären Spielzeit.“ Dies gelinge jedoch nur bei einer konzentrierten Leistung ab der ersten Minute, zudem wolle man das Tempo hochhalten. „Wenn wir schlampig werden, bekommen wir Probleme, denn Pfullendorf ist eine gute Verbandsliga-Mannschaft.“ Maric sieht sein Team jedoch im Aufwind, nachdem es beim 1:1 in Ravensburg „sieben bis acht klare Chancen“ herausgespielt habe, allerdings nur eine verwerten konnte.

Im Villinger Kader gibt es wenig Veränderung: Nach wie vor stehen Benedikt Haibt, Stjepan Geng, Nico Tadic und natürlich Valentin Vochatzer nicht zur Verfügung, weitere Verletzte gab es jedoch nicht. Ein kleines Fragezeichen steht jedoch hinter Damian Kaminski, der mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hatte. „Er wird nur spielen, wenn er wirklich fit ist“, sagt Maric. Wer bei Villingen im Tor stehen wird, wollte Maric noch nicht verraten. „Auf dieser Position mache ich mir aber so oder so keine Sorgen.“

Mit acht Zählern aus fünf Partien steht der SC Pfullendorf in der Verbandsliga nur drei Punkte hinter Spitzenreiter FV Lörrach-Brombach auf Platz fünf. Unterschätzen werden die Nullachter die Linzgauer definitiv nicht – dafür bürgt außer der Ungewissheit eines Pokalspiels auch die Qualität im Pfullendorfer Kader. Mehrere Akteure – beginnend bei Torhüter Sebastian Willibald über Frank Stark bis hin zu Luca Gruler – verfügen über Regionalliga-Erfahrung. Mit Faruk Gül kehrte vor dieser Spielzeit ein Mann zum SCP zurück, der mit dem 1. FC Heidenheim bereits zahlreiche Drittliga-Spiele bestritt.

Der Gewinner der Begegnung gastiert im Achtelfinale am 3. Oktober beim Verbandsligisten SC Lahr.