Fußball-Landesliga: (daz) Paukenschlag im Bregtal: Markus Knackmuß, seit zweieinhalb Jahren Trainer beim FC Furtwangen, trat am Montagabend von seinem Amt zurück. Der 44-Jährige teilte der Vorstandsetage der Bregtäler mit, dass er mit sofortiger Wirkung nicht mehr für das Traineramt zur Verfügung stehe. In einer vom FC Furtwangen verbreiteten Pressemitteilung wird Knackmuß zitiert, dass er die Mannschaft nicht mehr erreiche, die Elf ihr Potenzial nicht abrufe und er den Weg für einen Neuanfang mit einem neuen Trainer freimachen wolle. Vor dem Training informierte Knackmuß auch die Spieler von seiner Entscheidung.

Interimsmäßig übernehmen Co-Trainer Mathias Vollmer sowie die Spielführer Jörg Ringwald und Patrick Staudt das Training und die Spielvorbereitung für das Heimspiel der Furtwanger am Donnerstag gegen den FC 08 Villingen II. Parallel werde nach einem neuen Trainer gesucht. Angestrebt wird eine baldige Lösung.

Knackmuß äußert sich

Knackmuß äußerte sich auf Anfrage des SÜDKURIER zu seiner Entscheidung: „Es war von mir keine Kurzschlussreaktion, sondern ein längerer Prozess. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, mich in Furtwangen zu einhundert Prozent verwirklichen zu können. Die sportliche Situation ist unbefriedigend. Und wenn nur acht bis zwölf Spieler ins Training kommen, macht es für einen Trainer auch keinen Spaß. Dafür bin ich zu ehrgeizig.“

Knackmuß bezeichnete die Spieler als „super Jungs“, mit denen er gern zusammengearbeitet habe. Die Entscheidung sei keine Entscheidung gegen den FC Furtwangen gewesen. „Ich habe mich mit meiner Familie ausgetauscht. Es sind persönliche Gründe, warum ich in Furtwangen nicht mehr zur Verfügung stehe.“ Knackmuß will nach 20 Jahren im Fußball nun eine Pause einlegen, im kommenden Jahr aber seine Verlängerung der A-Lizenz „auf jeden Fall durchziehen“. Danach lasse er es auf sich zukommen, ob neue Anfragen auf den Tisch flattern und wie er diese bewerten werde.