Eishockey: Den Schwenninger Wild Wings ist in der DEL der nächste Sieg gelungen. Die Schwarzwälder schlugen die Düsseldorfer EG im ISS Dome mit 3:2 nach Verlängerung und gaben damit die berüchtigte „rote Laterne“ erstmals seit Ende Oktober wieder ab.

Nach 47 Sekunden schepperte es zum ersten Mal laut und vernehmlich. Schwenningens Jordan Caron hatte den Puck an die Querlatte gesetzt. Es war der Anfang eines sehr guten Auftaktdrittels der Wild Wings, die auf ihren gesperrten Kapitän Mark Fraser verzichten mussten. Die Gäste präsentierten sich aggressiv, aufsässig und aufmerksam. Gegen stark ersatzgeschwächte Hausherren – der DEG fehlten gleich acht Spieler – funktionierte das von Trainer Niklas Sundblad geforderte Pressing einwandfrei. Nach vorne freilich ging zunächst nicht ganz so viel, die Überbrückung der neutralen Zone gelang nur sehr eingeschränkt. So hatten die Rheinländer zunächst ein gefühltes Übergewicht, waren aber dabei deutlich ungefährlicher als die Wild Wings bei ihren Vorstößen. Und so wurden Letztere immer mutiger, die Partie kippte immer deutlicher Richtung Schwenningen. Der Lohn war das 0:1 nach knapp zwölf Minuten. Matt Carey hatte einen Abpraller von der Bande sauberst und schön mit der Rückhand in den Winkel geschlenzt. Die Wild Wings waren fortan die bessere Mannschaft, verpassten es allerdings im Folgenden eine doppelte Überzahl zu einem weiteren Treffer zu nutzen.

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Die Schwenninger blieben dran und machten im zweiten Abschnitt genau da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Prompt gelang das 2:0. Nach einer super Vorarbeit von Carey verwertete Alex Weiß ebenfalls sehenswert mit der Rückhand (25.). Doch die Düsseldorfer schlugen postwendend zurück. Jerome Flaake reagierte nach einem Abpraller, den SERC-Verteidiger Dylan Yeo quasi auf der Torlinie nicht unter Kontrolle bekam, am schnellsten und stellte den Anschluss zum 1:2 her (27.). Sofort wurden Erinnerungen wach an die Partien der Schwenninger gegen Ingolstadt und Köln, als sie ebenfalls 2:0 geführt hatten und anschließend noch verloren. Tatsächlich aber blieben sie diesmal zunächst stabil. Mit großem Willen, viel Laufbereitschaft und Bissigkeit brachten sie den Vorsprung erneut in die Kabine.

Auch im Schlussdrittel ackerten und rackerten die Wild Wings lange erfolgreich. Im Gegensatz zu den Gästen nutzten aber die Düsseldorfer ihre doppelte Überzahl. Zunächst hatten die Neckarstädter sechs Mann auf dem Eis, dann wurde Kyle Sonnenburg nach einer sehr kleinlichen Entscheidung hinterhergeschickt. Kurz vor Ablauf der ersten Strafe setzte dann Reid Gardiner einen Hammer satt an der Stockhand vom bärenstarken Dustin Strahlmeier im Schwenninger Kasten vorbei.

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Es ging in die Verlängerung, die allerdings nach 21 Sekunden schon wieder beendet war. Endlich war den Wild Wings das Glück auch einmal hold, denn Düsseldorfs Verteidiger Nicholas Jensen besorgte das 2:3 mit einem Eigentor. Am Ende war der Sieg nach sehr harter Arbeit aber durchaus verdient und wurde von den sehr zahlreich mitgereisten Schwenninger Fans gebührend gefeiert.