Fußball-Oberliga: Eigentlich war es das Ziel des FC 08 Villingen, beim Derby in Rielasingen-Arlen einen „Dreier“ mit nach Hause zu nehmen. Nach dem Schlusspfiff konnte die Mannschaft von Trainer Jago Maric auch mit dem einen Zähler leben. „Angesichts der ersten zehn Minuten muss man damit zufrieden sein“, sagte Villingens Sportlicher Leiter, Arash Yahyaijan. Einmal mehr verschliefen die Nullachter den Start und bekamen noch in der ersten Minute einen Elfmeter gegen sich. „Ab der 20. Minute haben wir mit Ausnahme der Phase kurz nach der Pause die Partie allerdings kontrolliert“, meinte Yahyaijan. Und weiter: „Es gibt auch Mannschaften, die verlieren hier nach einem frühen Rückstand 3:0 oder 4:0.“

Auch Rielasingens Trainer zufrieden: Obwohl seine Mannschaft die frühe Führung in der ersten Minute nicht über die Zeit brachte, war auch Michael Schilling, Trainer der Gastgeber, nicht enttäuscht. „Mit dem 1:1 kann ich leben. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und hätten auch das 2:0 erzielen können. Villingen hat aber Oberwasser bekommen und Druck gemacht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das 1:1 fällt. Mit den Zuschauern zusammen werden wir die notwendigen Punkte holen und nicht absteigen.“

Ungeliebter Kunstrasen: Einer der Gründe, weshalb der FC 08 so schwer in die Partie fand, war wohl der eher ungewohnte und den Rielasingern freilich deutlich vertrautere Kunstrasenplatz. Volkan Bak, einziger Torschütze der Nullachter, sah es pragmatisch: „Natürlich ist das ein gewisser Vorteil für das Heimteam: Andererseits wussten wir ja, dass wir auf diesem Untergrund antreten und haben zuletzt bei uns im Friedengrund auch auf Kunstrasen trainiert.“ Was jedoch schwer zu trainieren war, war die ungewohnte Enge zwischen Zuschauern und Spielern. Trotz des Derbycharakters blieb es aber friedlich – auf dem Platz und daneben.

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Starke Entwicklung: Etwas geknickt war der junge Leo Benz, der kurz nach dem Anpfiff den Elfmeter an Ex-Nullachter Nedzad Plavci verursacht hatte. Arash Yahyaijan baute ihn wieder auf: „Leo macht eine richtig starke Entwicklung. Es ist doch logisch, dass junge Spieler auch mal einen Fehler machen dürfen.“ Immerhin hat sich der vor der Saison vom SV Zimmern gekommene 20-Jährige inzwischen in die Stammformation gespielt.

Vorfreude: Da man nach 18 Spieltagen nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Stuttgarter Kickers hat, sei man nach wie vor vorne dabei, merkte FC 08-Trainer Jago Maric an. Zwei Punkte Rückstand sind es nun auch auf den Tabellendritten aus Göppingen, weshalb sich das Team auf dieses Spitzenspiel am Samstag freut – die letzte Begegnung der Oberliga-Mannschaft im Fußball-Jahr 2019. „Wir gehen auf jeden Fall davon aus, dass dieses Spiel stattfindet – und zwar im Stadion“, meinte Arash Yahyaijan. „Wir haben vom Hinspiel noch etwas gutzumachen.“ Dann wohl auch wieder mit Abwehr-Routinier Patrick Peters, der inzwischen wieder voll ins Training eingestiegen ist.

Kurzes Fazit: „Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Fußball-Jahr für den FC 08“, zog Yahyaijan bereits ein kurzes Fazit zum Jahresende. Man schlage sich als Tabellenfünfter angesichts der Verletzungsproblematik bislang ausgezeichnet und habe im Sportjahr 2019 mit der DFB-Pokal-Partie gegen Fortuna Düsseldorf einen weiteren Höhepunkt der Vereinsgeschichte erlebt. Zudem klappe die Nachwuchsarbeit sehr gut, wie man an der Jugend, aber auch an der souveränen Tabellenführung der U23 in der Landesliga sehe. „Der FC 08 ist auf einem guten Weg“, meint Yahyaijan, der zum Jahresabschluss noch einmal auf eine tolle Kulisse hofft.