Eishockey: Es ist kein gewöhnliches Gastspiel der Wild Wings am Dienstagabend (19.30 Uhr) beim Deutschen Meister EHC Red Bull München. Für sechs Akteure im Schwenninger Team ist es zugleich die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. „Das ist für uns natürlich ein besonderes Spiel“, sagt Chefcoach Pat Cortina vor dem Auftritt im Olympia-Eisstadion.

Cortina arbeitete sechs Jahre bei den Münchnern, wurde mit dem Verein Zweitliga-Meister und führte das Team in die Deutsche Eishockey-Liga zurück. Um bei seinem Ex-Verein punkten zu können, erwartet der 52-Jährige, dass sein Team „cleverer und disziplinierter“ agiert als zuletzt. „Wir müssen schon im ersten Drittel mehr Zweikampfstärke zeigen“, fordert der Schwenninger Coach.

Obwohl die Wild Wings am vergangenen Wochenende sowohl in Wolfsburg (1:2) als auch gegen Iserlohn (2:3) leer ausgingen, sieht Cortina die Leistungen nicht als Rückschritt im Entwicklungsprozess seiner Mannschaft: „Sicherlich haben wir schon bessere Spiele absolviert. Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir zweimal mit lediglich einem Tor Unterschied verloren haben.“

Einer, der noch länger als Cortina in München unter Vertrag stand, ist Uli Maurer. Sieben Jahre trug er das EHC-Trikot. Der 31-Jährige krönte diese Zeit vergangenes Frühjahr mit dem Gewinn des deutschen Meistertitels. Neben Cortina und Maurer kehren auch Tim Bender (2013 bis 2015), Benedikt Brückner (2013 bis 2015), Kai Herpich (2013 bis 2016) und Jerome Samson (2015 bis 2016) zu ihrem früheren Arbeitgeber zurück.

Für Uli Maurer sind die Münchner in der aktuellen Spielzeit noch stärker als in der Meister-Saison. Zudem spiele die Mannschaft „das aggressivste Eishockey der DEL“. In punkto Aggressivität werden auch die Wild Wings wieder einige Gänge hochschalten müssen. Das Null-Punkte-Wochenende sorgte für etwas Ernüchterung. „Vielleicht wurden wir durch den guten Tabellenplatz etwas geblendet. Wenn wir um Platz zehn mitspielen wollen, darf uns solch eine Nullnummer nicht mehr passieren“, so die deutlichen Worte von Uli Maurer.

Ein Bereich bereitet aktuell sowohl den Schwarzwälder Schwänen als auch den bayerischen Bullen Kopfzerbrechen: Das Verletzungspech. Die Schwenninger müssen weiterhin auf Joey MacDonald, Markus Poukkula, Andrée Hult und Istvan Bartalis verzichten. Zudem meldete sich Steven Billich am Montag krank, könnte aber dennoch am Dienstagabend dabei sein. Bei den Münchnern ist die Verletztenliste noch länger. Richard Regehr, Florian Kettemer, John Rogl, Steve Pinnizotto, Joachim Ramoser und Frank Mauer fallen länger aus. Außerdem ist fraglich, ob Daryl Boyle einsatzbereit ist.