Eishockey: Die Wild Wings verloren ihr Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers deutlich mit 0:5. Die Niederlage fiel zwar zu hoch aus, war jedoch verdient. Wie schon im Spiel gegen München zwei Tage zuvor gelang es dem hochveranlagten Sturm nicht, seine Chancen zu nutzen. Und ganz starkes Straubinger Unterzahlspiel sorgte dafür, dass die Wild Wings erstmals in dieser Saison ohne Powerplaytor blieben. Dementsprechend geknickt zeigte sich Paul Thompson, der Coach der Schwenninger nach der Partie: „Ich bin enttäuscht und mit der Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden. Unser Zweikampfverhalten war nicht gut. Ich dachte eigentlich in den vorherigen Spielen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit so einer Vorstellung hast du aber gegen ein cleveres Team wie Straubing keine Chance“.

Dabei begann die Partie eigentlich gut für die Gäste. Schwenningen war bei fünf gegen fünf das deutlich bessere Team, zahlreiche Strafen brachten Straubing jedoch ins Spiel zurück. Danach änderten sich die Spielanteile Schritt für Schritt. Die Wild Wings waren nun nicht mehr nah genug am Mann, um dem zweitbesten Sturm der Liga das Tore schießen schwer zu machen und auf der anderen Seite nicht zwingend genug, um einem gut aufgelegten Tigers-Torhüter Sebastian Vogl zu bezwingen.

Straubings Coach Tom Pokel war nach dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Der Schlüssel zum Sieg war unsere Vorbereitung. Wir wussten, dass wir gegen starke Schwenninger, die gegen München die bessere Mannschaft waren, ran mussten. Die ersten Minuten haben die Wild Wings dominiert. Wir sind dann durch Überzahlsituationen ins Spiel gekommen. Unser gutes Penalty-Killing war auch sehr hilfreich.“

Obwohl Straubing im letzten Drittel noch zwei Tore erzielte, war die Partie nach zwei Dritteln schon so gut wie entschieden. Den Wild Wings fiel nichts mehr ein und die defensiv starken Straubinger verlegten sich aufs Kontern.

Nach dem Spiel blieb Schwenningens Verteidiger Christopher Fischer nichts anderes übrig als einzuräumen, dass Straubing den Sieg mehr wollte und seine Mannschaft nicht bereit gewesen sei. Erstaunlich, zeigte man doch 48 Stunden vorher bei der knappen Niederlage gegen München die wohl beste Saisonleistung. Doch es zeigt sich: die Wild Wings machen derzeit einen Schritt vor, um dann wieder zwei zurück zu machen. Diese fehlende Konstanz bringt den aus vergangenen Jahren so bekannten letzten Tabellenplatz mit sich.

Am Sonntag haben die Wild Wings ab 19 Uhr zuhause die Chance, sich für den schwachen Auftritt in Straubing zu rehabilitieren. Mit den Ice Tigers aus Nürnberg gastiert eine Mannschaft in der Helios-Arena, die zuletzt zwei Siege in Folge feierte.