Fußball: Hochkarätigen Hallenfußball und Herzblut-Flair erlebten am Wochenende Hunderte von Zuschauern in Blumberg beim Internationalen Eichbergcup. Bereits zum neunten Mal wurde dieses U 15-Turnier in der Eichbergsporthalle ausgetragen, und erneut gelang dem Förderverein Kickers Schwarz-Gelb zusammen mit dem VfL Riedböhringen, dem SV Fützen und der Stadt Blumberg eine Steigerung. Allein neun Nachwuchsteams von deutsche Erstligisten, so viele wie noch nie, zeigten, welchen Stellenwert der Eichbergcup hat. Der SÜDKURIER begleitete das Turnier zum siebten Mal in Folge als Medienpartner.

  • Neuling siegt auf Anhieb: Bayer Leverkusen nahm neben Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt zum ersten Mal teil und gewann auf Anhieb das Turnier. Den Sieg im Endspiel gegen den VfB Stuttgart stellten die Leverkusener allerdings erst durch ein 6:5 im Elfmeterschießen sicher. Elfmeterschießen gab es schon in beiden Halbfinalspielen. Hier gewann Stuttgart 6:4 gegen RB Leipzig und Leverkusen 4:2 gegen Dortmund.
  • Turniermodus: Von den 15 Teams, die in der Vorrunde in drei Fünfer-Gruppen antreten, erreichen die jeweils ersten Vier die Zwischenrunde, die am Sonntag in vier Dreier-Gruppen ausgetragen wurde. Mit Leipzig und Leverkusen erreichten zwei Teams das Halbfinale, die in der Zwischenrunde Gruppenzweiter waren. Zwei Gruppensieger der Zwischenrunde schieden im Viertelfinale aus. Frankfurt mit 0:1 gegen Leipzig und Augsburg mit 1:2 gegen Leverkusen.
  • Sechs neue Teams: Sechs der 15 Teams waren neu, neben Dortmund Frankfurt und Leverkusen kamen auch der AZ Alkmaar aus den Niederlanden, Kultclub FC St. Pauli und mit RB Salzburg erstmals ein österreichischer Verein nach Blumberg. St. Pauli startete am Samstag stark und wurde in Gruppe A Erster. In der Zwischenrunde reichte es hinter Stuttgart und Leverkusen nur zum dritten Platz. RB Salzburg war nach der Zwischenrunde Gruppenzweiter, unterlag aber im Viertelfinale Dortmund im Neunmeterschießen. Der AZ Alkmaar spielte sein erstes Hallenturnier und schied erst im Viertelfinale durch ein 1:8 gegen Stuttgart aus.
  • Lokalmatador: Pech hatte der SC Freiburg, der schon nach der Vorrunde ausschied. Nach einem 2:4 zum Auftakt gegen Leipzig folgte gegen Dortmund eines der schönsten und packendsten Spiele am Samstag, in dem die Breisgauer verdient mit 3:2 gewannen. Nach einem 0:2 gegen Augsburg hing alles vom letzten Spiel gegen Frankfurt ab. Gegen die Hessen unterlag Freiburg letztlich 1:2.
  • Zwei Tage, zwei Gesichter: Beim Eichbergcup zeigte sich erneut, dass jeder Tag sein eigenes Gesicht hat. Auch dieses Mal waren es zumindest zwei Teams, die man am Samstag nach starken Leistungen zu den Favoriten zählen konnte, die am Sonntag vor dem Halbfinale ausschieden: Titelverteidiger TSG Hoffenheim und der FC Augsburg, der das Turnier davor zwei Mal gewonnen hatte. Hoffenheim wurde in der Zwischenrunde Gruppenletzter, für Augsburg war im Viertelfinale Endstation. Mönchengladbach schied nach der Zwischenrunde als Gruppendritter aus. Ebenso erging es Grashopper Zürich. Keine Chance hatten der FC Schaffhausen und West Ham United, die in der Vorrunde alle Spiele verloren.
  • Die Resonanz war durchweg positiv. „Der Eichbergcup war noch leistungsstärker als zuvor“, betonte Mitorganisator Joachim Jakob. Man habe die Qualität des Turnieres steigern können, erklärte Mannschaftsbetreuer Dirk Schwoch. Joachim Jakobs Dank ging an mehr als 100 freiwillige Helfer, 40 Gastfamilien und sieben Hotels in Blumberg und der Umgebung, die die Spieler und Betreuer kostenlos aufnahmen, und der Dank ging an zahlreiche Sponsoren mit der Sparkasse Schwarzwald-Baar als Hauptsponsor.