Eishockey: War der 6:1-Sieg gegen die Adler Mannheim vergangenen Sonntag der Knotenlöser oder doch lediglich ein Zwischenhoch? Eine Frage, die die Wild Wings an diesem Wochenende beantworten müssen. Am Freitag, 19.30 Uhr, geht es für die Schwenninger zu den Augsburger Panther. Am Sonntag, 14 Uhr, erwarten die Wild Wings die Grizzlys aus Wolfsburg. Dabei kehrt Grizzly-Trainer Pat Cortina erstmals nach seiner Entlassung vor einem Jahr in Schwenningen in die Helios-Arena zurück.

Sowohl Augsburg als auch Wolfsburg blieben im bisherigen Saisonverlauf hinter den Erwartungen zurück und befinden sich mit aktuell drei Zählern mehr auf dem Konto in Schlagweite zu den Schwenningern. Deshalb spricht Wild Wings-Chefcoach Paul Thompson von einer „Mini-Liga“, in der sich die drei Teams befinden.

Mit unnötigen Strafzeiten brachten sich die Schwäne in den vergangenen Wochen selbst um einige Punkte. Wie es ohne die vermeidbaren Unterzahlsituationen laufen kann, sahen sie deutlich gegen Mannheim. Deshalb sehen Thompson und Verteidiger Mirko Sacher als einen Schlüssel zum Erfolg, „dass wir diese dummen Strafen vermeiden“.

Mit den Partien an diesem Wochenende wird auch das zweite Saisonviertel eröffnet. Die ersten Vergleiche verloren die Wild Wings sowohl gegen Augsburg (3:4 nach Penaltyschießen) als auch gegen Wolfsburg (3:5). Für Thompson waren dies völlig unterschiedliche Partien: „In Wolfsburg spürte man noch die Nachwirkungen von der 4:10-Niederlage beim Saisonauftakt gegen Ingolstadt. Gegen Augsburg haben wir den Sieg verschenkt. Nun sind wir jedoch mental um einiges stärker.“

Der Sonntags-Gegner aus Wolfsburg erlebte zuletzt eine ähnliche Talfahrt wie die Wild Wings. Nach zuvor sieben Niederlagen in Folge hatten sie am vergangenen Wochenende durch Siege gegen Krefeld und Iserlohn ebenfalls wieder Grund zum Jubeln. Man darf auch gespannt sein, wie die Rückkehr von Pat Cortina an seine frühere Wirkungsstätte verläuft. Immerhin war Cortina bislang der einzige Trainer, der die Wild Wings seit der DEL-Rückkehr 2013 in die Playoffs führte. Neben dem 55-Jährigen kommt mit Co-Trainer Petteri Väkiparta, Verteidiger Dominik Bittner und Angreifer Anthony Rech ein weiteres Trio, das vergangene Saison ebenfalls in Schwenningen unter Vertrag stand.

Personell sieht es für die Wild Wings sehr gut aus. Topscorer Jamie MacQueen und seine Frau durften sich am Donnerstag über weiteren Nachwuchs freuen. Die Zwillinge Harlow und Hallie kamen gesund auf die Welt. Somit kann MacQueen in Augsburg erleichtert und glücklich auf Torejaged gehen. Thompson setzt auf das gleiche Team wie gegen Mannheim, was für Kai Herpich heißt, dass er erneut zuschauen muss. Die vor dem Derby umgestellten Angriffsreihen will Thompson unverändert lassen. Das Tor wird Dustin Strahlmeier hüten. Für das Heimspiel gegen Wolfsburg erwarten die Schwenninger rund 3500 Zuschauer. Am Donnerstagmittag waren 2100 Tickets verkauft.

Sacher für DEB-Team nominiert

Bundestrainer Toni Söderholm hat das Aufgebot für den Deutschland Cup nominiert. Zum 27-köpfigen Kader gehört mit Mirko Sacher auch ein Spieler der Wild Wings. Der 27-Jährige steht somit vor seiner Premiere im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. „Ich freue mich natürlich, bin aber zugleich auch überrascht, weil es bei mir zu Saisonbeginn nicht so gut lief“, meinte Sacher zu seiner Nominierung.

Der Deutschland-Cup wird vom 7. bis 10. November in Krefeld ausgetragen. Neben Gastgeber Deutschland nehmen Russland, Slowakei und die Schweiz an diesem Turnier teil.