Fußball-Landesliga: FC Bad Dürrheim – FC Neustadt (Donnerstag, 14.30 Uhr). (daz) Am 12. Mai standen sich beide Teams zuletzt in der Kurstadt gegenüber. Während Neustadt damals bereits abgestiegen war, hofften die Kurstädter noch auf den Ligaerhalt. Ein Wunsch, der sich nicht erfüllte. So kommt es nun eine Etage tiefer zur Neuauflage, wobei die Ergebnisse aus der vergangenen Saison (4:2 für Bad Dürrheim und 2:2 in Neustadt) als Vergleich wohl nicht mehr taugen. Zudem haben beide Teams aktuell unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Bad Dürrheim ist in der Tabelle vorne mit dabei, die Neustädter laufen Gefahr, in die Bezirksliga durchgereicht zu werden.

"Neustadt verfügt über einige gute Akteure, die seit Jahren in der Region als ausgezeichnete Fußballspieler bekannt sind. Wenn wir diese Mannschaft am Tabellenstand messen, werden wir unser blaues Wunder erleben", hat Bad Dürrheims Trainer Enrique Blanco seinen Spielern ins Stammbuch geschrieben. Andererseits glaubt Blanco, dass der Lernprozess in seiner Elf so weit fortgeschritten ist, dass genau das nicht passieren wird. "Ich habe schlaue Spieler. Wie wir in dieser Woche auch bei schwierigen Bedingungen wieder trainiert haben, war beeindruckend. Alle waren da und haben mir gezeigt, dass sie gerne spielen möchten", lobt Blanco.

Blanco würdigt indes auch den Entwicklungsprozess der Mannschaft als gemeinsame Gruppe. "Die leistungsmäßigen Abstände zwischen den Spielern, wie sie im Sommer noch da waren, verschwinden. Die Einwechselspieler zeigen mir immer mehr, dass ich auf sie setzen kann. Dieser Konkurrenzkampf treibt uns an." Blanco wird daher wohl erst am späten Mittwochabend entscheiden, mit welchen elf Akteuren er beginnt. Da es aktuell keinerlei Ausfälle gibt, hat er die freie Auswahl. Zudem glaubt er nicht, dass der jüngste Spielausfall am Sonntag in Schonach den Rhythmus beeinträchtigt hat. "Wir müssen wieder stabil stehen, gut gegen den Ball arbeiten und abgezockt vor dem Tor des Gegners auftreten. Wenn und das gelingt, werden wir uns belohnen", fügt Blanco an.

Nicht zu beneiden ist Neustadts Trainer Benjamin Gallmann, dessen Elf sich wohl auch am Feiertag von allein aufstellen wird. Tobias Gutscher, Christoph Bruhn und Amadou Gibba, die am Samstag alle in Löffingen in der Startformation standen, fehlen am Donnerstag aus unterschiedlichen Gründen. Eventuell kommt Josip Katava dazu. "Es ist beängstigend, wenn ich auf das zur Verfügung stehende Personal schaue. Wir stehen bereits mit dem Rücken zur Wand, und nun auch noch das", sagt Gallmann. Er will nicht noch zusätzlichen Druck aufbauen und hofft, dass die Mannschaft die Leichtigkeit wiederfindet, die ihr vor wenigen Wochen abhanden gekommen ist. Mit nur zwei Siegen aus zwölf Partien stehen die Hochschwarzwälder auf einem Abstiegsplatz und haben nun Bad Dürrheim und anschließend den aktuellen Spitzenreiter Überlingen vor der Brust. Die Gefahr ist groß, frühzeitig den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen zu verlieren. Auch diese Konstellation bezeichnet Gallmann als "beängstigend".