Tennis: Der Furtwanger Dominik Koepfer wurde ins deutsche Davis-Cup-Team für das Endrundenturnier vom 18. bis 24. November in Madrid berufen. Zu seiner bevorstehenden Premiere meinte der Furtwanger: „Ich freue mich riesig über die Nominierung. Es war schon immer ein Traum von mir, für Deutschland zu spielen. Es ist ein tolles Ende einer gelungenen Saison.“ Die derzeitige Nummer 86 der Weltrangliste wird nach seinem Urlaub in den nächsten Tagen wieder zurück in seine Wahl-Heimat nach Tampa (Florida) fliegen. Dort trainiert er, bis es Mitte November zum Davis-Cup in die spanische Hauptstadt geht. Koepfer befindet sich aktuell in seiner Heimat im Schwarzwald. Er verfolgte vergangenen Sonntag in der Schwenninger Helios-Arena den spektakulären 6:1-Heimsieg der Wild Wings gegen den deutschen Meister Adler Mannheim.

Der Furtwanger ist gespannt, ob er in Madrid auch zum Einsatz kommen wird: „Ich denke, Jan-Lennard Struff ist gesetzt. Vielleicht darf ich ja spielen. Aber für mich zählt vor allem, dass ich dabei bin.“ Der Team-Wettbewerb ist zugleich der Abschluss von Koepfers erfolgreicher Tennis-Saison. Nachdem er bereits in Wimbledon im Juni die zweite Runde des Hauptfeldes erreicht hatte, sorgte der „Pitbull“ bei den US Open für Schlagzeilen. Er schaffte es sensationell bis in Achtelfinale. Erst gegen den späteren Finalisten, den Russen Daniel Medvedev, war für ihn Endstation. In den vergangenen Wochen nahm Koepfer an drei ATP-Turnieren in China teil. In Zuhai schied er in der ersten Hauptrunde aus, bei den Turnieren in Peking und Shanghai scheiterte der Furtwanger in der Qualifikation.

Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann nominierte drei Debütanten für die Endrunde. Neben dem 25-jährigen Senkrechtstarter aus dem Schwarzwald sind dies die Doppelspezialisten Kevin Krawietz und Andreas Mies. Zum DTB-Team gehören außerdem Jan-Lennard Struff und Routinier Philipp Kohlschreiber. „Sicherlich ist es etwas Besonderes, mit drei Neulingen zu den Finals zu fahren. Aber es zeigt, dass jeder die Chance hat, ins Team zu kommen“, sagte Kohlmann. Deutschlands Topspieler Alexander Zverev hatte von Anfang an betont, für die Endrunde nicht zur Verfügung zu stehen.

Der Davis-Cup wird erstmals in einem neuen Format ausgetragen. 18 Mannschaften kämpfen in Madrid um den Titel. Zunächst wird in sechs Dreier-Gruppen, danach im K.o.-System gespielt. Deutschland trifft in Gruppe C auf Argentinien und Chile.

Nach dem Davis-Cup steht für Dominik Koepfer bis Weihnachten wieder Training auf dem Programm. Dann beginnt die Vorbereitung für die Australian Open (20. Januar bis 2. Februar). Bereits jetzt steht fest, dass der Furtwanger beim Grand Slam-Turnier in Melbourne zum Hauptfeld gehören wird.