Endlich haben die Schwenninger Wild Wings die „Rote Laterne“ in der Deutschen Eishockey-Liga abgegeben. Nach einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung bei der Düsseldorfer EG könnten sie heute schon den nächsten Schritt nach vorne machen. Am Abend kommt der Tabellenzweite aus Straubing in die Helios Arena (19:30 Uhr).

Das könnte Sie auch interessieren

„Es war heute eine sehr starke Leistung unserer Mannschaft. Und wenn die Leistung so stimmt, dann kommen eben auch die Ergebnisse“, sagte Schwenningens Trainer Niklas Sundblad nach dem Overtime-Sieg. Klingt so einfach, war aber tatsächlich erneut harte Arbeit. Nach einem offensiv eher verhaltenen Beginn wurden die Wild Wings im ISS Dome zu Düsseldorf immer mutiger und besser. Aus einem extrem guten Forechecking schlugen sie Kapital, gingen durch zwei bildschöne Rückhandtore von Matt Carey (12. Minute) und Alexander Weiß (25.) in Führung. Dem 2:0 folgte allerdings postwendend der Anschlusstreffer der nun stärker werdenden DEG durch Jerome Flaake. Erinnerungen wurden wach an die SERC-Niederlagen gegen Ingolstadt und Köln, in diesen Partien hatte man ebenfalls 2:0 vorne gelegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Dieses Mal allerdings blieben die Wild Wings am Drücker. Defensiv standen sie weiterhin prima, ließen die arg ersatzgeschwächten Gastgeber kaum zum Zuge kommen. Nach vorne blieben die Schwarzwälder immer gefährlich, nutzten allerdings zahlreiche gute Chancen nicht. So mussten sie dann doch noch bei eigener doppelter Unterzahl das 2:2 durch Reid Gardiner (54.) hinnehmen. „Die Jungs haben weiter Eishockey gespielt und das war wirklich gut“, meinte Sundblad. „Wir waren die stärkere Mannschaft.“

Das könnte Sie auch interessieren

Die in der Verlängerung endlich einmal das Glück des Tüchtigen hatte und für die hohe Laufbereitschaft, die Bissigkeit und den großen Willen belohnt wurde. Düsseldorfs Verteidiger Nicholas Jensen war der Unglücksrabe, der einen Pass von Jordan Caron ins eigene Gehäuse ablenkte. Mit einem ganz breiten Grinsen im Gesicht ließen sich die Schwenninger anschließend von etwa 450 mitgereisten Fans feiern. „Ein großes Lob an die Mannschaft, einen so ruhigen Abend hatte ich in der ganzen Saison noch nicht“, urteilte der erneut ganz starke Torhüter Dustin Strahlmeier. „Wir haben super defensiv gespielt, aber auch nach vorne gut gearbeitet. Zudem sind wir viel laufstärker. Dass wir es nicht ganz über die Zeit gebracht haben, ist schade. Daran müssen wir noch arbeiten.“

Nächste Punkte im Blick

Gelegenheit dazu gibt es bereits heute Abend. Mit den Straubing Tigers kommt die Überraschungsmannschaft der Saison. „Wir spielen unser Eishockey“, gibt Coach Sundblad den Weg vor. Gegen offensiv bärenstarke Niederbayern heißt es also wieder aufmerksam, aufsässig und aggressiv zu agieren. Dann könnte es vielleicht sogar für den nächsten Erfolg und noch ein weiteres Plätzchen nach vorne in der Tabelle reichen.